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Es fällt schwer, im Trauerfall die passenden Worte zu finden, um über den Tod eines geliebten Menschen zu informieren. Trauerkarten bieten Ihnen die Möglichkeit, gemeinsam als Hinterbliebene Ihren Verlust bekanntzugeben. Hier erfahren Sie, welche Möglichkeiten es gibt, eine Trauerkarte oder Dankeskarte individuell zu gestalten und was Sie dabei beachten müssen.

Einen Todesfall geben die meisten Hinterbliebenen in der Tageszeitung bekannt. Darüber hinaus empfiehlt es sich, entfernte Verwandte, Freunde, Kollegen und Geschäftspartner durch eine Trauerkarte von Ihrem Verlust in Kenntnis zu setzen. Die klassische Farbe für Trauerkarten ist schwarz-weiß. Daran müssen Sie sich nicht unbedingt halten, wenn Sie eine Trauerkarte selbst anfertigen. Dezent, aber edel wirkt ein marmoriertes Papier in Grautönen, aus dem Sie selbst eine Klappkarte falten. Unbeschriftete Karten sind in vielen verschiedenen Farben erhältlich. Besonders hochwertig wirkt Leinenpapier. Neben den klassischen Tönen ist Violett eine Farbe, die Sie aufgrund der symbolischen Bedeutung wählen können. Violett entsteht, wenn das Blau des Himmels und das Feuer der Erde gemischt werden. Die Farbe symbolisiert in der katholischen Liturgie zudem Übergang und Verwandlung. Viele Hinterbliebene entscheiden sich jedoch auch für sanfte Braun- oder Blautöne sowie Weiß mit etwas Rosé.

Trauerkarten einfach selbst machen

Schnell eine Trauerkarte gestaltet haben Sie mit Schablonen zum Nachzeichnen. Als Motive bieten sich Rosen oder Mandalas an, aber auch feine Ornamente, mit denen Sie lediglich die Kartenränder verzieren. Legen Sie die Schablone fest auf den Karton auf und zeichnen Sie alles mit einem feinen Stift nach. Eine weitere Möglichkeit, Trauerkarten selbst zu machen sind entsprechende Stempel mit Motiven und Trauersprüchen, die Sie auf Blankokarten aufbringen. Aus Feinwellpappe in Silbergrau können Sie leicht eine Trauerkarte falten. Schneiden Sie aus geprägtem Papier in Weiß sowie aus schwarzem Tonpapier jeweils Rechteck und Quadrat aus und kleben beides auf die Karte. Auf die schwarze Fläche können Sie mit einem weißen oder silbergrauen Fineliner einen Trauerspruch, "In stillem Gedenken" oder "Wir nehmen Abschied" schreiben. An das weiße Rechteck aus Prägepapier kleben Sie eine schwarze Schleife aus Netzband oder Satin. Legen Sie für den Text in die Karte ein weißes Blatt Papier, das Sie einmal in der Mitte falten. Mit speziellen Bastelscheren können Sie Muster wie Wellen und Zacken am Rand gestalten, um der Trauerkarte ein edleres Aussehen zu verleihen.

Würdevolle und ansprechende Trauerkarten einfach online gestalten

Die einfachste Möglichkeit ist es, eine glatte, weiße Doppelbriefkarte auszuwählen und mit einem sorgfältig ausgewählten Foto auf der Vorderseite zu versehen. Sie können dafür eine eigene Aufnahme verwenden oder ein lizenzfreies Bild aus dem Internet herunterladen und auf Fotopapier drucken. Gut geeignet sind Aufnahmen von Landschaften oder dem Himmel. Wenn der Verstorbene einer Kirche angehörte, eigenen sich auch Wegkreuze, Engelmotive oder eine weiße Taube. Unter Umständen passen Motive anderer Kulturen wie brennende Räucherstäbchen oder ein japanischer Zen-Garten. Trauerkarten komplett zu basteln empfiehlt sich jedoch nur, wenn Sie einen sehr überschaubaren Personenkreis unterrichten müssen. Da Sie im Trauerfall kaum in der Lage sind, klare Gedanken zu fassen oder Bastelarbeiten zu organisieren, bietet es sich an, Trauerkarten professionell und individuell online zu gestalten, hier finden Sie einen passenden Anbieter. Sie wählen aus verschiedenen Motiven das passende aus und entwerfen dann mit Foto des Verstorbenen und Text ein stimmiges Design inklusive Einlegeblatt und Umschlag. Diese Vorlage können Sie ebenfalls übernehmen, wenn Sie nach der Beerdigung Danksagungenverschicken oder in alter Tradition mit Sterbebildern dem Toten ein würdevolles und nachhaltiges Andenken bewahren möchten.

Design und Worte müssen miteinander harmonieren

Beachten Sie bei der Gestaltung Ihrer Trauerkarte, dass Design und Worte miteinander korrespondieren. Sofern Sie nicht das Deckblatt mit einem Trauerspruch oder einem persönlich ausgesuchten Zitat gestalten, finden diese Worte ihren Platz auf der rechten Innenseite der Karte. Wählen Sie einen Spruch, der zu dem Verstorben passt. Im Internet finden Sie eine große Auswahl an Zitaten, die Liebe und Dankbarkeit ausdrücken. Darunter folgen Name des Verstorbenen sowie sein Geburts- und Sterbedatum. In die Zeile darunter können Sie eine Formulierung wie "In stillem Gedenken" oder "In Liebe" oder "Wir vermissen Dich" setzen. Es werden im Anschluss die Namen der Hinterbliebenen gelistet. Manche Trauernde beschränken sich knapp auf "Familie Mustermann", andere nennen jeweils Vor- und Nachnamen. Üblich sind Zusätze wie "und Kinder" oder "sowie alle seine Freunde".

Übermitteln Sie in Ihrer Trauerkarte Daten rund um die Beerdigung

Grundsätzlich sind Trauerkarten inhaltlich knapp gefasst. Auf jeden Fall übermitteln müssen Sie jedoch die Einladung zur Trauerfeier und Beisetzung inklusive Zeit, Ort und eventueller Mitfahrgelegenheiten zum Friedhof, damit die Gäste planen können. Falls Sie keine Beileidsbezeugungen am Grab oder statt Beiträge für die Grabpflege lieber Spenden für einen guten Zweck möchten, ist hier ebenfalls der richtige Ort für eine Mitteilung. Sollte der Platz nicht ausreichen, fügen Sie Ihrer Trauerkarte ein Beiblatt mit Wegbeschreibung oder weiterführenden Informationen bei. Vergessen Sie nicht die Auswahl des passenden Briefumschlages. Der sollte fensterlos sein und farblich mit der Karte harmonieren. Durch aufgedruckte Muster oder eine Seidenfütterung erreichen Sie einen besonders edlen Effekt. Alternativ bietet sich ein klassischer Trauerrahmen auf dem Umschlag an.

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