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Fast jeder Mann war schon einmal Gast auf einer Hochzeit. Nicht nur für Frauen beginnt vor dem Tag X ein Rätselraten, welches Outfit cool, nicht zu lässig und nicht zu schick ist und vor allem auch in den Sommer hineinpasst – Schweißbäche gehören schließlich nicht zu einem souveränen Auftreten, aber zu luftig geht auch gar nicht. Wie Sie auf einer Sommerhochzeit stilsicher auftreten und einen guten Tragekomfort haben, erklärt Ihnen dieser Artikel.

Die W-Fragen helfen weiter

Eine adäquate Mode nicht nur für Hochzeiten im Sommer hängt stets von ein paar W-Fragen ab. Wer heiratet, wo wird geheiratet und wann?

Denn diese Fragen können den Weg zum gelungenen Hochzeitsoutfit stark vereinfachen. Wenn zum Beispiel draußen geheiratet wird und der Wetterbericht 30 Grad Celsius und Sonnenschein vorhersagt, engt das die Wahl schon ein wenig mehr ein.

Das Paar schreibt auch oft eine Art Motto in die Einladung. Steht darauf zum Beispiel Black Tie, sollten Männer zum gut sitzenden Smoking greifen. White Tie wäre dann der Frack, allerdings verlangen die wenigsten Paare diesen etwas altmodischen Stil auf ihrer Hochzeit. Hat die Hochzeit ein eher unkonventionelles Motto, zum Beispiel Rock and Roll, suchen Sie sich im Internet Impressionen von einer solchen Veranstaltung, die gibt Ihnen Tipps.

Auch die Uhrzeit spielt eine Rolle. Soll es nachmittags losgehen, sollten Sie selbstverständlich leichtere Kleidung wählen als am Abend, denn die Temperaturunterschiede sind auch im Sommer signifikant.

Der Binder

Bei der Wahl des Binders hat man die Qual der Wahl. Ob Krawatte, Schleife oder den Krawatten-Schal der alten Schule: Alle können im positiven Sinne echte Hingucker sein.

Wichtig ist bei allen Varianten: Tragen Sie nur, womit Sie sich wohlfühlen. Die Schleife ist etwas für extrovertiertere, selbstbewusste Naturen, denn sie setzt ein echtes, außergewöhnliches Statement. Schließlich erblickt man sie seltener als die klassische Krawatte. Wer es besonders ausgefallen mag, setzt auf Krawatten-Schals.

Farblich und in Sachen Muster sollte Mann auf einer Hochzeit eher die Spielart piano wählen. Denn Die Aufmerksamkeit der Gäste soll Braut, Bräutigam und nicht Ihnen gehören. Dezente, freundliche Musterung und helle Farben sind auf jeden Fall ein Tipp.

Was das Binden der Krawatte angeht: Es gibt etliche Krawattenknoten, die Sie einsetzen könnten. Wichtiger als die Knotenart ist aber, dass der Knoten gut sitzt. Sind Sie beispielsweise eine eher grobmotorische Natur, verzichten Sie auf Zauberei und lassen Sie einen schlichten, perfekt gebundenen Knoten für sich sprechen.

Das Hemd

Zunächst das Offensichtliche: Weder das einfache T-Shirt noch das Polo gehören, falls sie nicht ausdrücklich verlangt sind, auf eine Hochzeit. Der Mann von Welt greift stets zum Hemd, und zwar mit langen Ärmeln. Kurzarmhemden sind auf solchen feierlichen Anlässen ein absolutes No-Go.

Greifen Sie bei klassischen Hochzeiten zu business-tauglichen Hemden. Soll es etwas lockerer sein, geht auch der Casual-Stil. Allerdings sollten die Hemden, die Sie für die Veranstaltung in Erwägung ziehen, tauglich für Binder sein. Stilvolle Shops für Hemden und Co. gibt es mittlerweile auch online in Hülle und Fülle, bei denen man oft ein Schnäppchen schlagen kann oder sogar die ganze Garderobe für die Hochzeit zusammenkombinieren kann.

Farblich sollte man Schwarz ausschließen und Weiß nach Möglichkeit außen vor lassen. Greifen Sie zum Beispiel lieber auf ein freundliches, helles Blau zurück. Je nach Haut- und Haartyp eignen sich auch andere Farbtöne hervorragend.

Die Hose

Grundsätzlich gilt für die Hose dasselbe wie für das Hemd: Finger weg von kurzen Hosen! Greifen Sie auch nicht zu Jeans, besonders nicht zu denen im Used-Look. Mit einer Chino-Hose machen Sie schon einmal nichts falsch. Diese haben den Vorteil, sehr leicht, luftig und in vielen Farben erhältlich zu sein. Auch hier können Sie nach Geschmack kombinieren. Achten Sie darauf, dass die Hose und der Rest des Outfits sich nicht beißen.

Der Gürtel

Ein schlichter Ledergürtel ist für die Hochzeit sicher die richtige Wahl. Achten Sie darauf, dass Gürtel und Schuhe die gleiche Farbe haben. Schwarz und Braun sind hier verlässliche und stilsichere Töne.

Die Socken – ein echtes Accessoire

Der Siegeszug der farbigen Socken in den letzten Jahren hat die alten, langweiligen Variationen zwischen grau, schwarz und blau abgelöst. Nutzen Sie diesen Siegeszug und setzen Sie mit farbigen Socken Akzente, aber verzichten Sie auf übertrieben grelle Farben. Diese haben auf einer Hochzeit genauso wenig zu suchen wie Sportsocken.

Die Schuhe – Akzente setzen mit gutem Stil

Freilich verzichten Sie auf einer Hochzeit auf Freizeitschuhe wie Chucks oder Sneakers. Männer, die damit cool und alternativ wirken wollen, haben oft den gegenteiligen Effekt erzielt und sich eher peinlich gegeben. Wer nicht den klassischen Anzugsschuh mit schwarzer Farbe will, wählt beispielsweise schöne Budapester oder Bootsschuhe, die sich auch gut zu einer Chino machen. Natürlich müssen die Schuhe beim Tragen zu einer Hochzeit gut gepflegt sein und glänzen. Denn nicht wenige Gäste werden zuerst auf die Schuhe achten.

Die richtige Wahl für den Anzug

Ein schicker Anzug muss nicht schwarz sein. Und besonders im Sommer wünscht man sich eher eine Farbe, die weniger Wärme aufnimmt. Da können beispielsweise beige oder graue Töne eine echte Abhilfe verschaffen. Anthrazit ist nicht erst seit der Verkörperung James Bonds von Daniel Craig wieder beliebt geworden. Achten Sie auf gute Stoffe, denn besonders bei Hitze können billige Textilien wie Polyester zu einer Belastung werden.

Fazit

Mit diesen Hinweisen können Sie sich gelassen zum Erfolg kombinieren. So werden Sie sicher positiv auf der Hochzeit auffallen und dennoch Ihre eigene Persönlichkeit zum Ausdruck bringen können.

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