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Trotz digitaler Konkurrenz gehören analoge Armbanduhren noch lange nicht der Vergangenheit an.

2017, fast ein Jahrhundert nach der Erfindung des mechanischen Zeitmessers, gab unter den deutschen Männern sogar fast die Hälfte gegenüber dem Uhren-Monitor an, mehr als 250 Euro für eine Uhr ausgeben zu wollen. Doch nicht die Qualität der Uhr allein entscheidet darüber, wie stilvoll sie an ihrem Träger wirkt. Idealerweise halten sich Uhrliebhaber beim Tragen an einige Stilregeln.

Dass die Uhr neben dem Ehering das einzig akzeptable Männer-Schmuckstück sei, mag früher eine Knigge-Regel gewesen sein. Stars wie Johnny Depp beweisen allerdings, dass dieser Grundsatz heutzutage längst nicht mehr gilt. Dennoch: Im Hinblick auf Business-Kleidung bleibt der Kern der Aussage bestehen. Die modischen Gestaltungsmöglichkeiten für Männer bleiben trotz Auflockerungen wie Sneakers zum Anzug in vielen Büros begrenzt. Die breit gefächerte Welt der Uhren eröffnet vor diesem Hintergrund die Möglichkeit, auch Einheits-Business-Outfits mit einer persönlichen Note zu versehen.

Wie Uhren-Expertin Melanie Feist dem Business-Insider verrät, repräsentieren Uhren die Werte ihrer Träger. Das macht sie zu einem Ausdrucksmittel, das den eigenen Lebensstil widerspiegelt. Insbesondere streng limitierte Modelle wie die Omega Snoopy stehen für Extravaganz und Qualitätsbewusstsein – und das hat, wie hier zu sehen ist, seinen Preis.

Auch wenn Armbanduhren ein persönliches Ausdrucksmittel sind: Die Schmuckstücke sollten sich harmonisch in das Gesamterscheinungsbild einfügen, anstatt ins Auge zu stechen. Sportliche Uhren trägt man demnach lieber nicht zum Business-Outfit, sondern zu legeren Kleidungsstücken, wenn der Auftritt stilvoll bleiben soll. Sogenannte Dresswatches machen vor, wie es geht: Die zurückhaltenden Uhren für formelle Anlässe unterstreichen den Auftritt ihres Trägers, anstatt ihn zu definieren.

Um mit Armbanduhren einen harmonischen Gesamteindruck zu erzielen, stimmt der Träger die Farbgebung des Gehäuses am besten auf alle metallischen Komponenten seines Outfits ab. Bei Männern betrifft das vor allem Manschettenknöpfe und Gürtelschnalle, aber auch Ketten und Ringe spielen eine Rolle. Das Zifferblatt der Uhr ist im Idealfall klassisch in Weiß oder Schwarz gehalten und drängt sich dadurch nicht in den Vordergrund der Gesamterscheinung.

Auch die Wahl des Armbands beeinflusst, wie viel Aufmerksamkeit die Armbanduhr auf sich zieht. An klassischen Lederarmbändern bleibt das Schmuckstück dezent, während die meisten Metallbänder auffälliger wirken. Gut koordiniert wirken Outfits, wenn das Material des Armbands von der restlichen Kleidung aufgegriffen wird – im Falle von Leder beispielsweise von den Schuhen und dem Gürtel.

Auch wenn Uhren am Handgelenk der nicht-dominanten Hand eher vor Beschädigungen geschützt und leichter einstellbar sind: Die Seitenwahl ist reine Geschmackssache und hat mit Stilfragen nichts zu tun. Knapp über dem Handgelenkknöchel wirken Uhren zwar elegant, aber verschwinden schnell unter Sakkos und werden daher häufig etwas tiefer getragen. Grundsätzlich sollten sie nie Abdrücke auf dem Handgelenk hinterlassen. Bei Männern passt zwischen Gelenk-Knochen und Gehäuse idealerweise der kleine Finger, während Frauen häufig einen noch weiteren Sitz wählen.

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