So kennt man es, so liebt man es. Aber die ursprüngliche Kraft der Weihnachtsgeschichte zielt nicht auf Kitsch. Foto: Archiv

Die katholische Cityseelsorge veranstalten im Advent in Esslingen Stadtrundgänge, die den sozialen Sinn der Weihnachtsgeschichte aktualisieren.

Gott ist bekanntlich in einem dreckigen Stall zur Welt gekommen. Aber „wo würde eine Frau heute entbinden, wenn sie auf der Straße wäre? Wer wären hier in Esslingen die Hirten, die zuerst von der Geburt erfahren?“ Diese Fragen stellt der Esslinger katholische Cityseelsorger Sebastian Schmid. Zusammen mit seinem Kollegen Raphael Maier will er in der Gegenwart die „ursprüngliche Kraft“ der Weihnachtserzählung erfahrbar machen: ihre soziale Botschaft. Die Geburt im Stall und bei den Underdogs der damaligen Gesellschaft sei „ ein deutliches Zeichen, mit wem sich Gott in dieser Welt solidarisiert“, sagt Maier.

„Wäre die Krippe heute eine Schachtel?“

Die beiden Seelsorger laden deshalb im Advent in Esslingen zu ungewöhnlichen Stadtrundgängen ein. Unter dem Titel „Wäre die Krippe heute eine Schachtel?“ werden verschiedene Orte in der Esslinger Innenstadt besucht.

Die Rundgänge beginnen am Haus der Katholischen Kirche in Esslingen (Marktplatz 6) jeweils um 18 Uhr an vier Terminen: an diesem Mittwoch, 26. November, sowie am 4., 8. und 16. Dezember. Die Teilnahme ist kostenfrei, die Tour dauert etwa 60 Minuten. Sonderrundgänge für Gruppen können per Mail an sebastian.schmid@drs.de vereinbart werden.