Mit einem weiß lackierten Ghostbike weist der ADFC auf die besonderen Gefahren am Bahnübergang an der Krankenhaus-Kreuzung bei Ruit hin. Foto: Horst Rudel

Nach dem Tod des 16-jährigen Fußballspieler Luka L. fordert der ADFC einen Umbau des Gleisübergangs. Die SSB hält das für nicht notwendig.

Ostfildern - Wie genau sich die Tragödie an jenem 11. August, einem Dienstag, zugetragen hat, wird sich wohl nie rekonstruieren lassen. Vor allem das Warum wird immer im Dunkeln bleiben. Luka L. ist mit seinem Pedelec unterwegs zum Training bei den Stuttgarter Kickers. Kurz vor halb fünf will er den Stadtbahn-Übergang zwischen Ruit und Heumaden queren. Da passiert es: Ein Richtung Ostfildern fahrender Zug erfasst den 16-Jährigen. Rettungskräfte können ihn reanimieren. Ein bisschen Hoffnung für den Jungfußballer, der es mit seinem Talent in die kroatische Jugendnationalmannschaft gebracht hat. Mit einem Hubschrauber wird in eine Klinik geflogen. Doch alle Bemühungen der Ärzte sind vergebens. Tags darauf erliegt er seinen schweren Verletzungen. Offenbar hat Luka die heranfahrende Stadtbahn nicht wahrgenommen. War er zu sehr abgelenkt durch Musik? Nach Ermittlungen der Polizei trug er Ohrhörer. War er durch die tief stehende Sonne geblendet? War er in Gedanken ganz woanders? Alles möglich.

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