Durch den Trägerwechsel in Holzgerlingen ist das Familienzentrum für eine Weile im Rathaus untergebracht. Über die zukünftigen Strukturen wird demnächst eingehend beraten.
Der diakonische Jugendhilfeträger Mutpol Tuttlingen hat sich zum Jahreswechsel aus der Region Böblingen verabschiedet und seine Angebote an die Stiftung Jugendhilfe aktiv übergeben – darunter das Familienzentrum Holzgerlingen. Aufgrund des Trägerwechsels zum 1. Januar und der damit verbundenen Kündigung der Räumlichkeiten in der Altdorfer Straße ist das Familienzentrum vorübergehend in das Trauzimmer im Rathaus gezogen, wie die Stadtverwaltung mitteilt. Trauungen könnten derzeit dafür im kleinen Sitzungssaal (maximal 30 Personen) sowie natürlich weiterhin in der Burg Kalteneck (bis zu 100 Personen) stattfinden, heißt es.
Das Familienzentrum macht viele Angebote, um Kinder, Jugendliche und ihre Eltern zu unterstützen. Im November 2024 haben die Träger die Übergabe der Einrichtung vereinbart. Hier hat sich die Stadt Holzgerlingen für 2025 angeschlossen und ein „Übergangsjahr“ mit der Stiftung Jugendhilfe aktiv gestartet. Derzeit wird das Familienzentrum mit 80 000 Euro pro Jahr durch die Stadt Holzgerlingen bezuschusst, damit werden insbesondere der Familienbegrüßungsdienst, der Familienunterstützungsdienst „Wellcome“, das Familienlädle und die Freizeitangebote für Kinder umgesetzt. Bei dieser Sockelfinanzierung und den genannten Leistungen soll es im Jahr 2025 bleiben – wie es danach genau weitergeht, ist noch offen.
„Wir nehmen uns die Zeit, um zu schauen, welche Angebote wir unbedingt brauchen und welche nicht so dringend“, sagt dazu Bürgermeister Ioannis Delakos. Womöglich soll die Einrichtung in das bestehende Geflecht aus Verwaltung, Vereinen, Kirchen und weiteren örtlichen Akteuren eingegliedert werden und unter städtischer Trägerschaft stehen. Dazu laufen Gespräche, im März steht zudem eine zweitägige Klausurtagung des Gemeinderats dazu an.