Sein Lebensraum ist bedroht, wenn der Regenwald den Palmen weicht. Foto: dpa/Bärbel Kosiol

Der Familienclan der Rajapaksas regiert Sri Lanka mit harter Hand, wird geliebt und gefürchtet. Nun stoppt der Präsident den Anbau von Palmöl. Damit hilft er nicht nur dem Artenschutz.

Stuttgart - Es gibt keinen besseren Botschafter als Mahner vor dem Untergang des Regenwaldes, als den Orang-Utan. Wenn so ein Menschenaffe mit melancholisch-traurigem Blick auf einem Baumstamm sitzt, und im Hintergrund die Arbeiten voranschreiten, die seinen Lebensraum zerstören, dann geht einem das Herz auf. Orang-Utans gibt es immer weniger, Rodungen im Regenwald immer mehr. Anstelle von Urwald kommt die Palme, denn deren Öl ist heiß begehrt – für Nutella ebenso wie für Biosprit. Zwei Drittel der weltweiten Produktion stammen aus Indonesien und Malaysia, den Ländern, in denen auch der Orang-Utan noch zu Hause ist. In Sri Lanka ist der Menschenaffe seit langem ausgerottet. Trotzdem hat sich das Land nun an die Spitze einer Bewegung gesetzt. Es hat die eigene, kleine Palmölproduktion verboten – und den Import davon gleich dazu.

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