Die Band Squeezed kennt man in Esslingen von der Waldbühne. Jetzt spielten sie bei der „Der Berg rockt“ in der Sporthalle. Foto: Robert Korell - Robert Korell

Aus der Sporthalle am Berg wurde ein Rockkeller: Die Band Squeezed spielte am Samstag zum 125. Jubiläum des TV Hegensberg.

EsslingenAls ich gehört habe, dass wir in einer Turnhalle spielen, war ich sehr skeptisch“, gibt Ralph Heidorn, einer der beiden Vocalisten, zu. „Aber als ich heute hier rein kam, war ich positiv überrascht.“ Zum jährlichen „Der Berg rockt“-Konzert, das dieses Jahr zum 125-jährigen Jubiläum des TV Hegensberg stattfand, hatte der Verein die Halle tatsächlich reichlich umgestaltet. Schon seit Freitag seien die freiwilligen Helfer damit beschäftigt gewesen, den Hallenboden abzudecken, die Getränkebuden aufzubauen, die hohe Hallendecke mit Gleitschirmen und Schwungtüchern abzuhängen und die Tische zu dekorieren, so Sabine Wiesner aus der Geschäftsstelle des TV. „Am Montag ist hier wieder Sportbetrieb, deswegen muss Sonntagmorgen auch direkt alles wieder abgebaut werden“. Da aber über 50 Helfer an der Veranstaltung beteiligt sind, ist sich Wiesner sicher, dass hier kein Stress aufkommen wird.

Das Highlight „Squeezed“ kennt man in Esslingen bereits von der Waldbühne. „Das ist immer ein bisschen unser Sommerabschluss“, sagt Thomas Gerner, der Bassist der Band. Mit dem Gesang von Ralph Heidorn und Sandy Heller deckt „Squeezed“ nach eigenen Angaben die „goldene Ära von Rock- und Popmusik“ ab. Um Hits wie „Rolling in the Deep“ von Adele oder Klassikern wie „Hold the Line“ von Toto auch musikalisch gerecht zu werden, sind zwei Gitarristen und ein Keyboard nötig, dazu Andi Plattner am Schlagzeug und Thomas Gerner. „So kommen wir ganz schnell auf unsere magische Zahl sieben“, sagt Heller. Die ungewöhnliche Songauswahl, die neben den großen Klassikern auch neuere Popsongs und unbekanntere Lieder wie „Black Magic Woman“ in der Version von Santana beinhaltet kommt durch ein Abstimmungssystem der Band zustande. „Natürlich darf jeder von uns Songs vorschlagen“, erklärt Widmaier. Diese werden dann in einer Excel-Tabelle eingetragen und jeder vergibt per Schulnoten eine Bewertung, erklärt Widmaier weiter. „Die Songs mit dem höchsten Notenschnitt werden dann geübt.“ Außerdem könne jeder ein Veto einlegen oder einen Herzenswunsch äußern und damit die Kollegen dazu zwingen, ein Lied zu spielen, fügt Plattner hinzu.

Für den Samstag hat die Band das rund sechsstündige Programm auf vier Stunden gekürzt. „Dennoch“, sagt Sängerin Heller, „liefern wir auf der Bühne immer einen kleinen Marathon ab.“ Und auch die über 200 Besucher in der prall gefüllten Halle rufen sofort Leistung ab, als die Band um 21 Uhr los rockt. Es wird getanzt, mitgesungen und geklatscht, „Squeezed“ legt auf der Bühne vor und das Publikum geht begeistert mit.

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