Borussen Bernie verfolgt den Ballspielverein Borussia von 1909 aus Dortmund vor seiner Social-Media-Gemeinde regelmäßig und wortreich. Foto: Screenshot Instagram

Neben Siegen und Niederlagen gibt es in der Welt des Sports auch reichlich Absurdes, Seltsames und Lustiges. Daher kürt unsere Sportredaktion mit einem Augenzwinkern täglich die Sportsfreundin oder den Sportsfreund des Tages. Heute: Borussen Bernie, der Entgeisterte.

Stuttgart - Im Pott ist er eine Nummer, und die BVB-Fans deutschlandweit kennen ihn auch, den Borussen Bernie. Der Dortmunder Edelfan hat allerhand Mitstreiter in den Sozialen Medien hinter sich versammelt. Fast 45 000 sind es auf Youtube, mehr als 21 000 auf Facebook und knapp 9000 auf Instagram, die seinen Kommentaren lauschen, die zwischen himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt variieren. Vor der Saison hat der Bursche noch versichert, er habe längst „einen Baum gebucht am Borsigplatz“ für die Meisterfeier der Gelb-Schwarzen am Saisonende. Inzwischen würde es ihm wahrscheinlich nichts mehr ausmachen, wenn die Stadt Dortmund ein Besteigeverbot erlassen würde.

[13:46] Maisel, Philipp

Nach dem 1:5 gegen den VfB Stuttgart war Borussen Bernie „durch“ und „hing am Tropf“. Angesichts dieser „Pöhlerei“, was übersetzt in etwa Rumgekicke bedeutet, forderte er die BVB-Führungsriege mit heiserem Gebell auf, etwas zu unternehmen: sonst „kicken wir nächstes Jahr gegen Hilti Helsinki im Leberwurst-Cup“. Kleine Rückfrage: Heißt der Wettbewerb nicht „Beleidigte-Leberwurst-Cup“? Der gute Bernie jedenfalls lederte auf Youtube kräftig ab. Borussen-Coach Lucien Favre male „mit seinem Kuli auf seiner beheizbaren Bank Bundesliga-Bingo“, die Dortmunder Profis „laufen rum wie am sechsten Tag am Ballermann“. In seinem Echauffiertsein kam er gar zum Schluss: „Stuttgart, geile Truppe. Der VfB nimmt in der 67. Minute seine besten Leute vom Platz – das nennt man Mitleid!“ Der einzige Trost für die BVB-Gemeinde ist nur der Blick in die tiefsten Tiefen der Bundesliga-Tabelle. Da dümpelt Schalke 04.

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