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Jogginghosen sind vor allem jetzt zu Coronazeiten ein Muss in jedem Kleiderschrank. Doch macht sie ihrem Namen eigentlich alle Ehre? Sollte man sie wirklich zum joggen tragen? Und wenn nicht, welche Bekleidung sollte bei sportlicher Betätigung alternativ getragen werden?

Jogginghosen sind nicht jedermanns Sache. Lange Zeit galten sie als verstaubtes Relikt, das bestenfalls zu Hause getragen werden konnte - allerdings auch nur von Menschen, die mit Mode nicht viel am Hut hatten. Jeder, der etwas auf sich hielt, schlüpfte schon beim Wegbringen des Mülls in ein gesellschaftsfähiges Outfit. Dies hat sich erheblich gewandelt. Auch wenn ein Karl Lagerfeld Zeit seines Lebens kein Freund des schlabbrigen Beinkleids wurde, erfuhr die Jogginghose in den letzten Jahren eine erstaunliche Aufwertung. Selbst weibliche Teenager im Alter von 14-18, also eine Zielgruppe, die normalerweise äußersten Wert auf ein gelungenes Outfit legt, sind immer häufiger auf der Straße mit Jogginghose anzutreffen.

Ist der Name eigentlich Programm?

Unabhängig von modischen Gesichtspunkten stellt sich die Frage, ob Jogginghosen eigentlich ihrem Namen alle Ehre machen und überhaupt für sportliche Aktivitäten geeignet sind. Deren Bequemlichkeit wird niemand bestreiten, aber sind sie auch den Anforderungen an eine ausgedehnte Joggingrunde gewachsen? Laufprofis verneinen dies. Denn gerade, wenn es kühler wird, geht es darum, Kleidung zu tragen, die den Schweiß nach außen abgibt. Denn damit wird eine Auskühlung des Körpers verhindert. Jogginghosen aus Baumwolle tun jedoch genau das Gegenteil. Sie saugen den Schweiß auf. Dadurch kühlt der Körper aus und man beginnt zu frieren. Zudem stellt sich ein äußerst unangenehmes Tragegefühl ein. Daher trägt die Jogginghose ihren Namen zu Unrecht und das Kleidungsstück sollte beim Sport besser zu Hause bleiben. Im Übrigen haben die heutigen Modelle nicht mehr viel gemein mit den grauen Ungetümen der 80er Jahre. Auf dem Markt existieren jede Menge sehr modische Modelle und so eine schicke Nike Jogginghose lässt sich jederzeit auch außer Haus tragen.

Welche Kleidung eignet sich am besten zum Laufen?

Jogginghosen sind also denkbar ungeeignet für Sport. Doch welche Bekleidung sollte bei sportlicher Betätigung getragen werden? Natürlich muss nicht jeder Laufanfänger sofort mit bestmöglicher Ausrüstung starten, zumal dies auch eine finanzielle Frage ist. Gute Laufbekleidung ist nicht unbedingt günstig, hat aber ab einem gewissen Niveau in jedem Fall seine Daseinsberechtigung. Gute Laufbekleidung sollte mehrere Funktionen erfüllen. Zum einen ist die Leichtigkeit und die Elastizität der Materialien wichtig, um ein angenehmes Körpergefühl zu gewährleisten. Auch sollten Shirts und Hosen atmungsaktiv sein und eine vernünftige Feuchtigkeits- und Wärmeregulierung aufweisen. Es ist darauf zu achten, dass die Kleidung zügig trocknet. Natürlich sollten die Teile nicht zu weit sein, aber auch nicht zu eng am Körper anliegen. Gerade bei längeren Strecken wird es als sehr unangenehm empfunden, wenn das Outfit nicht wirklich gut sitzt.

Was ist mit den Schuhen?

Vernünftige Hosen und Shirts sind die Kür. Die Schuhe aber die Pflicht. Wo notfalls auch mal ein Laufshirt vom Discounter geht, sollten die Qualitätsanforderungen an Laufschuhe deutlich höher angesetzt werden. Denn schlechte Laufschuhe können sich extrem nachteilig auf die Gesundheit auswirken. Langwierige Verletzungen und Schmerzen sind häufig das Ergebnis von falschem Schuhwerk. Um eine professionelle Analyse des benötigten Laufschuhs kommt ein ambitionierter Läufer nicht herum. Aber auch Hobbyläufer sollten ein Fachgeschäft aufsuchen und zumindest für eine Erstberatung die Hilfe von Profis in Anspruch nehmen. Denn der passende Schuh hängt massiv von der eigenen körperlichen Konstitution ab. Entsprechende Fachgeschäfte mit Möglichkeiten zur Laufanalyse gibt es mittlerweile in jeder Kleinstadt.

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