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Ängste sind für den Menschen schon immer sehr präsent gewesen und haben eine große Rolle gespielt. Durch die Medien wird gerade in den letzten Jahren immer stärker der Eindruck erweckt, dass Ängste eine immer größere Rolle in unserem Leben einnehmen.

Bei dem Begriff Angst handelt es sich eigentlich nur um eine Emotion, die für den Menschen wichtig war um überleben zu können. Es handelt sich aber nicht nur rein um ein Gefühl, sondern damit verbunden auch um eine körperliche Reaktion. Jemand der Angst hat, der spürt daher eine Art Atemnot und fühlt sich nicht wohl in seiner Haut.

Übrigens muss Angst nicht immer nur dann entstehen, wenn es eine tatsächlich bedrohliche Situation gibt, sondern wenn schon der Gedanke an eine mögliche gefährliche Situation besteht. Es reicht also schon die Erwartung an sich aus.

Was passiert bei Angst?

- Der Blutdruck steigt an

- Die Herzfrequenz erhöht sich

- Die Atmung wird schneller

-Muskeln spannen sind an

-Die Schweißproduktion wird beschleunigt

- Adrenalin schießt durch den Körper

Diese Auswirkungen ermöglichen dann erst eine Reaktion, die früher wie heute immer in zwei Richtungen verlaufen kann. Flucht oder Angriff. Bei beiden Varianten ist voller Körpereinsatz gefragt, weshalb sich der Körper bereits bei der Befürchtung einer gefährlichen Situation vorbereitet, um dann schnell genug reagieren zu können.

Warum wird Angst zu einem Problem?
Angst an sich ist also ein sehr wichtiges Phänomen, was gerade in den früheren Jahren für das Überleben sehr wichtig war. Sobald die Angst allerdings zu viel Platz im Leben einnimmt, wird sie zu einem ernsthaften Problem, was das eigene Leben sehr stark beeinträchtigen kann. Ängste können sich nämlich auch beliebig steigern, bis sie auf einem Level angelangt sind, den man als Betroffener kaum noch ertragen kann.

Besonders ist an Ängsten vor allem, dass sie so vielschichtig sind und in vielen Bereichen auftauchen können. Ängste können sich sowohl auf Situationen oder auch auf bestimmte Gegenstände auswirken. Menschen mit sozialer Angst können sich beispielsweise kaum in öffentlichen Bereichen aufhalten, es ist für sie schier unerträglich.

Doch auch Ängste wie Höhenangst können sehr einnehmend sein und das Leben negativ beeinflussen. Oft befassen sich Ängste mit Bereichen, die für andere Menschen wiederum überhaupt kein Problem darstellen. Das kann wiederum schnell zu einem Unverständnis gegenüber einem Menschen führen, der beispielsweise starke Angststörungen hat. Wer etwas gegen seine Angst tun möchte, muss sich folgendes Denken: "Mein Weg aus der Angst". Denn einen Weg aus der Angst gibt es immer, man muss nur den persönlich besten Weg finden.

Ist Angst noch normal?
Die Dinge oder Situationen, vor denen man Angst haben kann, scheinen immer vielfältiger zu sein. Angst ist bis zu einem gewissen Maße immer gesund, kann aber auch stark belastend sein. Die Zahlen sind erschreckend: 10 Millionen Menschen leiden in Deutschland bereits unter Angststörungen. Viele von ihnen schaffen ihren Weg aus der Angst leider nicht mehr alleine und müssen sich professionelle Hilfe suchen. Forscher beobachten den Anstieg von Angststörungen mit großen Bedenken und sagen außerdem zu dem Thema, dass der starke Anstieg von Ängsten in Verbindung mit der heutigen Gesellschaft zu sehen ist.

Experten raten Menschen mit Ängsten daher immer öfter dazu, sich schnell behandeln zu lassen. Auch Selbsthilfegruppen können an dieser Stelle sehr hilfreich sein. Bereits kleinere Übungen Zuhause können helfen, sich der Angst in einem gewissen Maße zu stellen und die negativen Auswirkungen im Griff zu haben.

Ein sogenannter „Gedanken-Stopp“ kann dabei sehr hilfreich sein. Denn Ängste beginnen immer in unserem Gehirn und fangen mit Gedanken an, die man sich macht. Daher sollte man gezielt versuchen, die Gedanken zu beenden und gezielt an etwas anderes zu denken. Das ist schwer, kann mit etwas Übung aber gelingen und sorgt dafür, dass angsteinflößende Situationen sich besser ertragen lassen.

Fest steht aber, dass Angst definitiv normal ist und man nicht anders oder komisch ist, nur weil man vielleicht unter Angststörungen leidet. Vielmehr ist es eine ernstzunehmende Krankheit. Niemand sollte sich zu Tode fürchten müssen.

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