Grund für die mutmaßliche Entscheidung sind seltene Fälle von Blutgerinnseln nach einer Impfung. (Symbolbild) Foto: dpa/Federico Gambarini

Die Ständige Impfkommission wird den Corona-Impfstoff von Johnson&Johnson wohl nur für über 60 Jährige empfehlen. Das berichtet das Magazin „Spiegel“.

Hamburg - Der Corona-Impfstoff von Johnson&Johnson wird womöglich nur für Menschen ab 60 Jahren empfohlen. Die Ständige Impfkommission (Stiko) wolle diese Altersempfehlung am Montag geben, berichtete das Magazin „Spiegel“ am Freitag. Jüngere sollen den Impfstoff demnach aber nach Aufklärung durch einen Arzt weiter nutzen dürfen. 

Das Robert Koch-Institut bestätigte dem Magazin, dass am Montag eine Stellungnahme der Stiko erwartet werde. Wie diese aussehen werde, wollte ein Sprecher indes nicht kommentieren. 

Einzelne Fälle von Blutgerinnseln

Ähnlich wie bei Astrazeneca wurden auch beim Impfstoff von Johnson&Johnson in einzelnen Fällen Blutgerinnsel nach einer Impfung beobachtet. Die USA hatten die Impfungen damit deshalb vorübergehend ausgesetzt. In der EU ist der Impfstoff bereits seit März zugelassen, wurde aber bislang kaum eingesetzt. Der Vektorvirenimpfstoff hat den Vorteil, dass er im Vergleich zu anderen Wirkstoffen leicht lagerbar ist. Außerdem ist nur eine Dosis zur Immunisierung notwendig.

Lesen Sie hier: Corona-Impfungen für alle – Astrazeneca-Impfstoff wird freigegeben

Die Stiko hatte Ende März empfohlen, den Impfstoff von Astrazeneca in der Regel nur noch für Menschen über 60 Jahren einzusetzen. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hoben am Donnerstag die Impfpriorisierung für das Vakzin auf.

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