Informationen aus erster Hand bot die Gesundheitsmesse im Neckar Forum. Foto: Bail - Bail

Mit ES-TV-Video: 20 Aussteller präsentierten im Neckar Forum bei der Messe „Gesund leben“, die von der Eßlinger Zeitung organisiert wurde, viele Tipps zum Thema Gesundheit.

EsslingenKlein, aber fein – nach diesem Motto präsentierten sich 20 Aussteller aus den Bereichen Sport, Gesundheit, Schönheit, Wohlbefinden, Fitness und Ernährung am Wochenende im Esslinger Neckar Forum. Die Messe „Gesund leben“ fand dort zum zweiten Mal statt, erstmals wurde sie von der Eßlinger Zeitung veranstaltet. Die Aussteller nahmen sich viel Zeit, um mit den Besuchern ins Gespräch zu kommen und kompetent zu beraten. Menschen im besten Alter, Junge und Junggebliebene nutzten die Gelegenheit, sich kostenlos an den Ständen, bei Vorträgen und Aktionen zu informieren.

Bei der DAK gab’s nicht nur farblich zum Logo passende Orangen, sondern auch ein Gerät, um den Body-Mass-Index (BMI) zu messen. Das ist die Maßzahl für die Bewertung des Körpergewichts eines Menschen im Verhältnis zu seiner Körpergröße. Ein BMI zwischen 18 und 25 sei wünschenswert, klärt ein Mitarbeiter auf und verweist auf Online-Coaching-Programme für jedes Alter – ganz egal, ob man etwas gegen Rückenleiden, schlechten Schlaf, Stress oder Übergewicht tun will.

Der BMI spielte auch im Vortrag von Christian Herdeg, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin, Herz- und Kreislauferkrankungen, eine Rolle. Übergewicht durch Bewegungsmangel sieht der Mediziner als Kernproblem allen Übels. Der Body-Mass-Index habe Einfluss auf die Sterblichkeit. Übergewichtige und Adipöse hätten ein höheres Risiko. In Deutschland seien 70 bis 80 Prozent der 60- bis 69-jährigen Männer übergewichtig. Wenn man den ganzen Tag am PC sitzt, reiche es nicht, die Kalorien zu reduzieren, um abzunehmen. „Man muss den Verbrauch erhöhen“, sagt der Arzt und rät: „Schaffen Sie sich einen Hund an.“ Helfen könnten auch Orientalischer Tanz, Zumba und Tennis zur Bewegung. Volkshochschule und Tennisclub Esslingen luden auf der Aktionsfläche zum Ausprobieren ein.

Zum großen Bedauern all jener, die den Rat von Christian Herdeg bereits befolgt und sich einen Hund angeschafft haben, fiel die Vorführung „Aktiv mit Hund“ vom Team Teach aus. Die dreijährige Briard-Hündin hatte sich die Daumenkralle verletzt. Dafür erklärten Markus Giersberg und Nadine Langer an ihrem Stand ausgiebig, was es mit dem funktionellen Training für Mensch und Hund auf sich hat.

„Einen ganzen Bauchladen voller Gesundheit“ bietet Karl-Friedrich Vollmer vom Tai-Chi-Center-Esslingen, der mit interessanten Vorführungen auf sich aufmerksam machte. In kostenlosen Schnupperkursen kann man ausprobieren, ob sich die versprochene asiatische Gelassenheit, Entspannung und Aufmerksamkeit durch die Bewegungsabläufe einstellen.

Stressabbau funktioniert durch Bewegung, verriet Psychotherapeut Wolfgang Merda, der für die VHS über „Stress – das gesunde Maß“ sprach: „Bei Stress ist die Muskulatur angespannt, Herz- und Atemfrequenz steigen ebenso wie der Blutdruck. Schon Kinder kriegen Bauchschmerzen, wenn sie gestresst sind.“

An vielen Ständen gab es kleine Geschenke. Mutter und Tochter packten – ganz beseelt auf der Treppe zur Aktionsfläche sitzend – den mit Informationsmaterial gefüllten Beutel des Klinikums Esslingen aus und freuten sich über einen Lippenpflegestift und eine niedliche Kinderzahnbürste mit Saugnäpfen an den Füßen. Natürlich wurde für die Gesundheit geworben – und für den Tag der offenen Tür am 10. November. Ein kleiner Piks in den Finger, und in wenigen Minuten hatte man seinen persönlichen Check-up-Pass mit Blutzucker- und Cholesterinwert, dazu Blutdruck und Gewicht. Und hoffentlich kein Kreuzchen im Feld „Bitte suchen Sie zeitnah Ihren Hausarzt auf.“

Zukunftsorientiert zeigte man sich bei der VHS. Dort ging es um den „Digitalisierungstrend im großen Feld von Industrie 4.0“, wie Andreas Beck mit seltsamer Spezial-Brille vor dem Gesicht erklärte. Mittels dieser sogenannten HoloLens, einer Mixed-Reality-Brille, kann man nicht nur ins Innere eines dreidimensionalen Schädels oder eines Motorblocks schauen, man kann die Objekte auch im Raum greifen und bewegen. Störend ist nur, wenn ein anderer Besucher mitten in den sich bewegenden Kolben steht. Die Anwendung ist nicht nur in der Industrie, sondern auch im medizinischen Bereich möglich. Hohen Spaßfaktor garantierte das Abtauchen in die Unterwasserwelt per Virtual Reality. Durch die Brille mit 360-Grad-Panoramaeffekt sah man sich Auge in Auge mit einem Wal in realer Größe. Und der blinzelte böse. Die Anwendung dieser modernen Visualisierungstechnologien in Betrieben wird in einigen VHS-Kursen vermittelt.

Rund ums Hören ging es an den Ständen von Hörgeräte Langer und Lindacher Akustik. Ein Schnellhörtest in vier Frequenzen deckte mögliche Defizite auf. Im Selbsttest hört man acht von vier Tönen. „Auffällig, aber nicht bedenklich“, tröstet die Testerin, empfiehlt aber einen kostenlosen ausführlichen Hörtest in der Filiale oder beim Arzt. Eine erste Erklärung hat sie: „Das kann vom Tinnitus oder von einem verstopften Ohr kommen."

Wer Atemwegs- oder Hautprobleme hat oder einfach mal tief durchatmen möchte, kommt in die Salzbrise in Esslingen, erklärt die nette Dame am Stand. Natursalzsole wird dort mit Ultraschall hochfein vernebelt. Man sitzt in bequemer Straßenkleidung ohne Schuhe und genießt das Himalayasalz, das allein schon aufgrund seiner rosaroten Optik besticht.

Schönheit für innen und außen präsentierten Cornelia und Ralph Meyer von Vitawell-Ringana. Ihre Frischekosmetik ist maximal zwei Wochen alt, wenn sie bei der Verbraucherin landet. Bereitwillig wurde das „Frischegeheimnis für Zähne gelüftet“: Die Beißerchen werden mit Öl geputzt. Der Selbstversuch hinterlässt einen angenehm frischen Geschmack im Mund und scheint auch gegen herbstliches Halskratzen zu helfen.

Auch für die Zuhörerin des Vortrags „Alt werden mit meiner privaten Krankenversicherung – Wege aus dem Beitragsfluch“ von Buntz Consulting dürfte sich der Besuch gelohnt haben. Referent Dietmar M. Buntz erklärte: „Bei Ihnen kann ich sagen, es rechnet sich. 50 Euro pro Monat lassen sich bei einem Wechsel einsparen.“ Und auch den übrigen Interessierten dürfte die Aussage gefallen haben: „Es gibt unglaubliche Möglichkeiten.“

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