Augen zu und durch: Deizisaus Marius Ruoff (Mitte) ist vor Denis Leovac vom VfBO am (Kopf)-Ball. Quelle: Unbekannt

Die Viertelfinals des EZ-Fußball-Pokals stehen fest: Sirnau trifft auf den FCE, Nellingen auf Neuhausen, Köngen spielt gegen den VfBO und Altbach bekommt es mit Deizisau zu tun.

EsslingenEs gibt Dinge, die passieren auch beim EZ-Pokal zum ersten Mal: Ein Spiel wird an zwei Tagen ausgetragen und bringt dann die Entscheidung über den Einzug ins Viertelfinale. Am Donnerstagabend musste die Begegnung zwischen der SG Eintracht Sirnau und dem SV Mettingen abgebrochen werden, weil das Flutlicht ausgefallen war. Dann schlugen die Sirnauer am Freitag den Landesligisten TSV Köngen überraschend mit 3:2 und so musste nach dem anschließenden 1:0-Sieg des TSV RSK Esslingen gegen die Mettinger die Partie zwischen der SGE und dem SVM ab der 19. Minute zu Ende gespielt werden. Die Sirnauer machten aus dem 1:0 vom Vorabend ein 3:0 – und treffen am Samstag im Viertelfinale des Turniers, das vom VfB Oberesslingen/Zell ausgerichtet und von der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen unterstützt wird, auf den FC Esslingen. Der FCE schloss die Gruppe C als Erster ab und hinterließ neben dem TV Nellingen bislang den überzeugendsten Eindruck.

Gruppe A

Die Nellinger gewannen auch ihr drittes Gruppenspiel. Der Kreisliga-A-Aufsteiger SC Altbach ist ebenfalls weiter. Der FV Plochingen machte im Spiel gegen den TVN zwar von Beginn an mehr Druck und hatte auch mehr Chancen, allerdings erzielte Nellingens Top-Torjäger Yasin Konyali den ersten Treffer (12.). Den zweiten legte er gleich nach (20.). In der 43. Minute erhöhte Matthias Reitzle zum 3:0 per Foulelfmeter. Ebenfalls per Strafstoß traf Lukas Werner zum Ehrentreffer für die Plochinger. Am Samstag trifft der TVN um 10 Uhr im ersten Viertelfinale auf den Bezirksligakonkurrenten FV Neuhausen. „Irgendwie haben sie Lust aufs Fußballspielen und das führt dann zu so vielen Toren“, sagte Nellingens Trainer Thomas Stumpp– 13 Tore hat das Team bereits geschossen. „Wir haben keinen Hehl draus gemacht: Wir wollen das Turnier gewinnen. In Neuhausen kommt ein harter Konkurrent, gegen den wir uns in der Liga schwer tun, aber vielleicht schlagen wir die Neuhausener ja im EZ-Pokal“, ergänzte Stumpp.

Die letzte Minute des Duells zwischen dem TB Ruit und dem SC Altbach hatte es in sich: Spieler beider Teams tauchten jeweils allein vor dem gegnerischen Keeper auf. Doch sowohl der TBR als auch der SCA verpassten den späten Siegtreffer – es blieb beim 1:1. SCA-Goalgetter Ceyhun Selvi brachte sein Team in der ersten Hälfte in Führung, Marcel Meier glich Sekunden vor dem Pausenpfiff aus. „Natürlich ist jetzt direkt nach dem Spiel ein wenig Frust da aufgrund des vergebenen Siegs. Doch insgesamt können wir zufrieden sein, als B-Ligist gegen höherklassige Gegner zwei Punkte geholt zu haben“, resümierte der Ruiter Coach Matthias Schober.

Gruppe B

Das Spiel zwischen der SG Eintracht Sirnau und dem SV Mettingen begann nach dem Abbruch am Vorabend in der Minute 19. Die Sirnauer machten da weiter, wo sie beim Flutlichtausfall am Donnerstag aufgehört hatten – und sie zogen mit dem TSV Köngen ins Viertelfinale ein. Marcus Epple, der am Tag zuvor das 1:0 erzielt hatte, machte auch das 2:0 (24.). Drei Minuten später traf Joshua Senne zum 3:0 und machte so frühzeitig alles klar. Die Mettinger, die stark ersatzgeschwächt antraten und für die es um nichts mehr ging, vergaben ihre größte Chance vom Elfmeterpunkt: Fatih Akins Schuss ging weit drüber. „Wir wollten das Spiel nicht geschenkt haben, das wäre unfair gegenüber den TSV RSK gewesen“, sagte SGE-Trainer Gaetano Intemperante. „Die Jungs haben das super gemacht: Erst Köngen geschlagen und dann auch dieses Spiel gewonnen. Jetzt freuen wir uns auf das Spiel gegen den Top-Favoriten FC Esslingen. Das wird richtig cool.“

Zuvor waren die Sirnauer gegen Köngen zunächst durch einen Treffer von Baran Ates in Rückstand geraten, doch Epple traf per Schlenzer für Sirnau zum Ausgleich. Nico Riccio knipste zwar zur erneuten Führung für den Landesligisten, aber Dennis Hauck und Nico Zito sorgten für den Sieg der Sirnauer. Die Überraschung war perfekt.

Die SGE brauchte den Sieg gegen Mettingen, weil der TSV RSK Esslingen durch einen 1:0-Erfolg zuvor gegen die Mettinger noch im Rennen ums Weiterkommen war. Aus spitzem Winkel erzielte Dominik Sauter den Esslinger Siegtreffer (39.). Die Mettinger standen tief und hatten selbst kaum Aktionen nach vorne. „Wir waren vor allem in der ersten Hälfte zu langsam und nicht zielstrebig genug“, bemängelte RSK-Co-Spielertrainer Lukas Schnee.

Gruppe C

Durch den 1:0-Sieg gegen den FV Neuhausen zog der FC Esslingen als Gruppenerster ins Viertelfinale ein. Aus 25 Metern zog Anastasios Ketsemenidis ab – und schon stand es nach acht Minuten 1:0 für den FCE. Der FVN war in der zweiten Hälfte mutiger, das Team ließ aber einige Chancen liegen. Charalampos Kiouptsidis lenkte in der 41. Minute den Ball knapp mit der Hacke über das Tor. Den Sieg hatten die Esslinger auch den starken Paraden ihres Torhüters Dominik Eitel zu verdanken. „Wir haben gekämpft, deshalb haben wir verdient gewonnen“, sagte FCE-Trainer Mario Palomba. Im unbedeutenden letzten Gruppenspiel gewann der TSV Denkendorf gegen den TSVW Esslingen mit 2:0. Steffen Zahner und Sefa Ipek trafen.

Gruppe D

Den Schlusspunkt des langen EZ-Pokal-Abends setzten bis genau 22.37 Uhr der TSV Baltmannsweiler und der TSV Berkheim. Beide Teams konnten nicht mehr weiterkommen und trennten sich mit 2:2. Pascal Breuning, Sebastian Franken (Berkheim), Nico Kronberger und Kalle Maier (Baltmannsweiler) waren die Torschützen. So kamen die Baltmannsweiler im letzten Gruppenspiel noch zu ihren ersten Turniertoren.

Den Sieg in der Gruppe D machten der VfB Oberesslingen/Zell und der TSV Deizisau miteinander aus – Bezirksligist Deizisau setzte sich souverän mit 4:0 durch. Der bislang so überzeugende VfBO jedenfalls fand in dem ligahöheren Konkurrenten seinen Meister. Oberesslingen/Zell spielte auch im dritten Gruppenspiel gut, die Deizisauer aber spielten besser, hatten mehr Zug zum Tor – und trafen auch vier Mal hinein. Zwei Mal hieß es: Freistoß, Flanke, Tor. Beim ersten Mal stand Moritz Lohmüller richtig und schob ein (24.), beim zweiten Mal köpfte Salvatore Bitone (33.). Manuel Lisac und erneut Bitone machten kurz vor Schluss alles klar. „Es war ein gutes Spiel, wir hatten den VfBO gut im Griff“, sagte Deizisaus Coach Thomas Gentner. „Ich hoffe, dass es am Finaltag so weitergeht.“

Vom EZ-Pokal berichten Sigor Paesler, Karla Schairer, Jakob de Santis, Stefanie Gauch-Dörre (Text), Robin Rudel (Foto).

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