Foto: Friso Gentsch/dpa - Friso Gentsch/dpa

Die Vertreter der Bezirksliga Neckar/Fils haben beschlossen, dass Frauen ab sofort als Vollzahler gelten. Zudem wurde Staffelleiter Günter Friess einstimmig wiedergewählt.

NeckartailfingenEin paar immer wiederkehrende Probleme, eine bahnbrechende Entscheidung und insgesamt viel Harmonie – das war der Staffeltag der Fußball-Bezirksliga in Neckartailfingen. Dass es in der „Beletage des Fußball-Bezirks“, wie sich der Bezirksvorsitzende Rainer Veit gerne ausdrückt, in der vergangenen Saison insgesamt rund lief und für die kommende Spielzeit nichts anderes zu erwarten ist, lag auch an Günter Friess, der die Leitung der Staffel vor einem Jahr von Veit übernommen hatte. „Dem Bezirk hätte nichts besseres passieren können, als ihn zu gewinnen“, sagte Veit, und direkt an Friess gewandt: „Du hast einen tollen, tollen Job gemacht.“ Klar, dass der Weilheimer einstimmig entlastet und wiedergewählt wurde.

Friess selbst zog ebenfalls eine positive Saisonbilanz und begrüßte die neuen Bezirksliga-Vertreter FV Plochingen, SPV 05 Nürtingen, 1. FC Eislingen, FV Vorwärts Faurndau und TSV Weilheim. Nicht mehr dabei sind die Aufsteiger 1. FC Frickenhausen und TSV Köngen sowie die Absteiger TSV Denkendorf, TSV RSK Esslingen, FV 09 Nürtingen und SF Dettingen. Somit startet die Punkterunde am 25. August mit 16 Mannschaften, vorher sind die Teams bereis im Bezirkspokal im Einsatz. Einen Spielplan konnte Friess noch nicht präsentieren, er muss mit der Fertigstellung warten, bis die Kollegen der höheren Spielklassen ihre Planungen abgeschlossen haben.

Kurze Diskussion

Klar ist seit dem Staffeltag von Neckartailfingen: Frauen zahlen ab der kommenden Saison den vollen Eintritt von 4 Euro. Sechs der 14 anwesenden Vereine stimmten dafür, vier waren für einen ermäßigten Eintritt von 3,50 Euro, drei für weiterhin freien Eintritt. Die Diskussion über das Thema, das seit Jahren bei jedem Staffeltag aufkommt, war verhältnismäßig kurz. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren fand sich diesmal jedoch eine Mehrheit für die Gleichberechtigung am Kassenhäuschen. „Alles andere ist einfach nicht mehr zeitgemäß“, argumentierte Bezirksspielleiter Johannes Veit, der diesmal die Abstimmung initiierte.

Friess und Johannes Veit wiesen die Vereinsvertreter noch auf ein paar Probleme hin, auf die sie jedes Jahr hinweisen: Bei der Meldung der vorgeschriebenen Ordner gibt es Nachholbedarf, der Zustand der Kabinen für die Schiedsrichter lässt mancherorts zu wünschen übrig. Schiedsrichterobmann Hardy Wolf stellte eine Reihe neuer Regeln vor. Der stellvertretende Bezirksvorsitzende und Ehrenamtsbeauftragte Harald Kuhn rief die Vereine auf, mehr Kandidaten für die verschiedenen Ehrenamtspreise vorzuschlagen, die Frist verlängerte er extra bis zum 25. Juli. Insgesamt aber bereitet die „Beletage“ dem Bezirk und seinem Vorsitzenden wenig Sorgen. Veit treibt derzeit mehr die anstehende Strukturreform im Württembergischen Fußball-Verband (WFV) um. Die Zahl der Bezirksligen – und wohl auch der Bezirke – soll von 16 auf 9 reduziert werden, möglicherweise wird zwischen dann drei statt zurzeit vier Landesligen eine Bezirksoberliga eingezogen. Entschieden ist das alles aber noch nicht. Im Herbst gibt es eine zweite Runde von Regionalkonferenzen, vermutlich im Laufe des kommenden Jahres wird im WFV beraten und abgestimmt.

Im kommenden Jahr findet der Bezirksliga-Staffeltag in Eislingen statt.

Die Aufstiegsrelegation zur Bezirksliga wird nach dem Abschluss der Punkterunde 2019/2020 zwischen dem 13. und dem 21. Juni ausgespielt. Im ersten Halbfinale trifft am 13. Juni der Zweite der Kreisliga A, Staffel 2, auf den Zweiten der A 1, im zweiten Halbfinale spielt am 14. Juni der Zweite der A 3 gegen den ersten Nicht-Absteiger der Bezirksliga, das Finale ist am 21. Juni. Die Spielorte stehen noch nicht fest, interessierte Vereine können sich bewerben.

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