Eckard Nothdurft Foto: Rudel - Rudel

Kommentar von Stefanie Gauch-Dörre zum bevorstehenden Abschied von Trainer Eckard Nothdurft aus Neuhausen.

NeuhausenIst das Projekt Leistungssport bei den Handballern des TSV Neuhausen gescheitert? Nach dem vorzeitigen Abschied von Trainer Eckard Nothdurft nach dem Saisonende könnte man das meinen. Seit Jahren machen die Verantwortlichen der MadDogs einen großen Spagat zwischen ihren Werten als Handballfamilie, die jedem Abteilungsmitglied gerecht werden will, und dem (semi-)professionellen Sport. Dass das nicht einfach ist, ist allen bewusst. Mit Nothdurft, der immer auf höchstem Niveau gespielt und trainiert hat, wollten die Neuhausener professioneller werden und einen Schritt weiter in Richtung Leistungssport gehen. Und rauskommen aus dem Fahrstuhl zwischen 3. Liga und Baden-Württemberg Oberliga. Die laufende Spielzeit ist – mit dem erfahrenen Trainer Nothdurft – sportlich jedoch eine Enttäuschung.

Wie professionell kann ein klassischer Dorfverein überhaupt sein? Und wie weit will er gehen? Diese Fragen müssen sich die Verantwortlichen stellen. In der offiziellen Pressemitteilung zur Trennung heißt es, dass die Gangart von Trainer und Verein nicht die gleiche war. Gescheitert ist das Ziel nicht, aber es kommt möglicherweise ins Stocken. Ein geeigneter Nachfolger muss erst gefunden werden. Der Zeitpunkt der angekündigten Trennung ist unglücklich, denn für die Nachfolgesuche ist es reichlich spät. Potenzielle Kandidaten wie der Noch-Plochinger Daniel Brack haben längst woanders unterschrieben.

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