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Die Handball-Vorschau aufs Wochenende.

EsslingenFür die Handballabteilung des TV Reichenbach steht ein wegweisendes Wochenende vor der Tür: Die Frauen treffen im Württembergliga-Spitzenspiel auf den auf die TG Nürtingen II, die Männer wollen im Duell mit dem TV Steinheim die Tabellenspitze der Landesliga zurückerkämpfen.

Männer – 3. Liga

Im vorletzten Spiel vor der Winterpause steht für den TV Plochingen noch einmal ein richtiges Highlight an: das Derby am Samstag (20 Uhr) beim Tabellenzweiten VfL Pfullingen. „Wir können befreit aufspielen“, sagt TVP-Coach Michael Schwöbel und ergänzt: „Die Kulisse wird sicherlich toll werden, bestimmt sind auch einige Leute aus Plochingen dabei.“ Die Plochinger haben mit dem Spitzenteam gute Erfahrungen gemacht, im ersten Saisonspiel erlebte der Aufsteiger beim überraschenden 31:30-Erfolg gegen den VfL den perfekten Start in die Saison. Doch Schwöbel warnt: „Die Pfullinger haben das nicht vergessen und werden mit Sicherheit extra-motiviert ins Spiel gehen.“ Dennoch sagt er: „Wir glauben an unsere Stärken und nach dem Auswärtssieg beim HC Erlangen II ist die Stimmung bei uns echt gut.“

Frauen – 3. Liga

„Wir wollen noch einmal ein gutes Spiel abliefern, um für uns ein gutes Fazit ziehen zu können. Doch der Fokus lag auch unter der Woche eher schon auf der Rückrunde“ – diese Aussage Veronika Goldammers macht klar, wie wenig sich der TV Nellingen am Samstag (19 Uhr) bei der auf Platz zwei liegenden TuS Metzingen II ausrechnet. Die Trainerin weiter: „Natürlich wäre es genial, wenn wir eine Überraschung schaffen würden. Aber durch die WM-Pause weiß man halt auch nicht, ob aus der ersten TuS-Mannschaft jemand unten aushilft.“ Verzichten muss Goldammer auf Marlene Kriessler, die sich im vergangenen Spiel einen Bänderriss zugezogen hat.

Männer – BW Oberliga

Spiele gegen Schlusslichter bergen oft die Gefahr, auf die leichte Schulter genommen zu werden – doch das wird dem TSV Neuhausen vor dem Duell mit dem SV Fellbach am Samstag (19.30 Uhr) vermutlich nicht passieren. Denn bei genauerem Hinsehen fällt auf, dass die Fellbacher, die mit zwei Punkten am Tabellenende stehen, bis auf eine deutliche Niederlage in Pforzheim jedes Spiel mit höchstens drei Toren Abstand verloren haben. „Das funktioniert nicht einfach so im Vorbeigehen“, betont TSV-Linksaußen Daniel Roos, „dennoch wollen wir die Partie natürlich gewinnen.“ Besonders aufpassen müssen die MadDogs auf Fellbachs Spielertrainer Alexander Lodig, der als Spielgestalter bei der SG BBM Bietigheim bereits Erfahrungen in der Bundesliga und 2. Bundesliga gemacht hat.

Frauen – BW Oberliga

Wenn nicht jetzt, wann dann? Das ist das Motto des TV Nellingen II vor dem Duell beim HB Ludwigsburg am Samstag (20 Uhr). Der Grund: Beide Teams stehen mit jeweils null Zählern am Tabellenende. „Es ist auf jeden Fall machbar“, hofft TVN-Trainerin Irina Kolpakova auf das erste Erfolgserlebnis der Saison. „Dafür müssen wir aber auf jeden Fall unsere Einstellung im Vergleich zum vergangenen Spiel ändern – vor allem zur ersten Hälfte.“ Personell kann die Trainerin verletzungs- und krankheitsbedingt nicht aus dem Vollen schöpfen.

Männer – Württembergliga

Der TSV Wolfschlugen ist gewarnt: Der Sieg der HSG Fridingen/Mühlheim am vergangenen Sonntag beim TSV Deizisau hat noch einmal deutlich unterstrichen, dass die HSG nicht zu unterschätzen ist – trotz des vorletzten Tabellenplatzes. „Von den Mannschaften, die da unten drin stehen, ist das die im Kollektiv mit Abstand beste“, betont Wolfschlugens Coach Veit Wager. Darum muss der TSV am Samstag (20 Uhr) in gegnerischer Halle sein bestes Gesicht zeigen, um etwas mitzunehmen. „Mit den Hipp-Brüdern hat die HSG eine gute Achse zwischen Rückraum Mitte und Kreis“, weiß Wager um die Schlüsselspieler des Kontrahenten. Verzichten muss er neben den Langzeitverletzten auf Marcel Rieger, der sich mit muskulären Problemen herumschlägt.

Das Derby am Samstag (19.30 Uhr) beim SKV Unterensingen kommt für den TSV Deizisau gar nicht mal ungelegen – zumindest, wenn es nach Arne Staiger vom TSV-Management geht. „Vielleicht ist es gar nicht so schlecht, wenn wir mal nicht der Favorit sind“, sagt Staiger nach der schlechten Leistung zuletzt gegen Fridingen/Mühlheim. Er ergänzt: „Der SKV ist sehr beweglich und macht es den Gegnern schwer, in Tornähe zu kommen. Zudem gibt das Team 60 Minuten Vollgas – da hat Trainer Steffen Rost gute Arbeit geleistet.“

Vor dem Spiel bei der HSG Langenau/Elchingen am Sonntag (17 Uhr) macht den Verantwortlichen der HSG Ostfildern vor allem das Tempospiel des Kontrahenten Sorgen. „Das Team gibt echt immer Vollgas. Wenn wir das nicht in den Griff bekommen und die erste und zweite Welle nicht stoppen können, haben wir ein großes Problem“, warnt Ostfilderns Betreuer Matthias Dunz. Die Gäste hoffen noch auf den Einsatz von Routinier und Leistungsträger Timo Flechsenhar, der unter der Woche krankheitsbedingt nicht am Trainingsbetrieb teilnehmen konnte.

Sinisa Mitranic, Trainer der SG Hegensberg/Liebersbronn, erwartet am Samstag (19.30 Uhr) bei der HSG Winzingen/Wißgoldingen/Donzdorf eine unangenehme Aufgabe. „Beide Teams sind nahezu gleichauf, die HSG hat eine echt gute Mannschaft“, sagt der Coach, der verletzungsbedingt auf die Schlüsselspieler Fabian Sokele und Wolfgang Zeh verzichten muss.

Frauen – Württembergliga

Nachdem der TV Reichenbach am vergangenen Samstag den Tabellenzweiten TV Weilstetten geschlagen hat, will der TVR am Sonntag (17 Uhr) der auf Platz drei liegenden TG Nürtingen II ein Bein stellen. Für die Reichenbacherinnen wären es Big Points in der unheimlich engen Spitzengruppe der Württembergliga.

Gegen den SC Lehr steht der TSV Köngen am Sonntag (15 Uhr) schon ein wenig unter Druck. Denn der SC hat fünf Punkte und damit nur einen mehr als die auf dem vorletzten Platz rangierenden Köngenerinnen. Das Team von Trainer Tim Wagner braucht dringend etwas Zählbares, um sich langsam im Tabellenkeller ein wenig Luft zu verschaffen.

Männer – Landesliga

Zweiter gegen Erster – auf den TV Reichenbach wartet am Samstag (20 Uhr) gegen den TV Steinheim ein echtes Spitzenspiel. „Besser geht es fast nicht, wir freuen uns auf diesen Kracher“, sagt TVR-Athletiktrainer Alec Farrell, der die Rolle des Jägers nach dem Spiel gerne wieder an den Kontrahenten abgeben würde. Steinheim stellt das torhungrigste Team der Liga, die Gäste erzielen im Schnitt fast sechs Tore mehr als die Reichenbacher. Farrell ist dennoch guter Dinge: „Das Selbstbewusstsein ist da. Das hat auch nach so einem Quark-Spiel wie gegen Kirchheim vergangene Woche nicht gelitten.“

Simon Hablizel, Trainer des TSV Köngen, ist vor dem Duell am Sonntag (17 Uhr) gegen den TSV Altensteig zwiegespalten: „Auf der einen Seite wird das natürlich eine andere Hausnummer als in den vergangenen zwei Wochen, auf der anderen Seite bin ich einfach froh, dass wir wieder mit Harz spielen können.“ Nach zwei Spielen bei den Schlusslichtern der Tabelle in harzfreien Hallen messen sich die Köngener nun mit dem Fünften. Hablizel: „Ich hoffe, dass die Jungs die Spannung hochhalten, denn wir wollen natürlich gewinnen.“

Frauen – Landesliga

Nach dem überraschenden Auswärtserfolg am vergangenen Wochenende trifft die SG Hegensberg/Liebersbronn am Sonntag (17 Uhr) auf die TSG Schnaitheim. „Wir wollen den Schwung aus dem Auswärtssieg mit in das letzte Heimspiel des Jahres nehmen und einen Sieg holen“, sagt SG-Trainer Frank Haas. „Schnaitheim ist unangenehm zu spielen, aber wenn wir wieder unsere Leistung abrufen und den Kampf annehmen, ist ein Sieg möglich.“

Bezirksliga

Der TV Altbach hat vor dem Spiel beim TSV Dettingen am Samstag (20 Uhr) einen neuen Trainer gefunden: Kim Schmid soll den TVA in eine erfolgreiche Zukunft führen und im Optimalfall schon gegen Dettingen die ersten Punkte einfahren. Beim TSV Wolfschlugen II ist indes alles beim Alten, langsam sollte der TSV jedoch punkten. Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich am Sonntag (17 Uhr) gegen den TSV Grabenstetten. „Wir müssen unsere Abwehr in den Griff bekommen“, fordert Wolfschlugens Yannik Elsässer. „Ziel ist auch, das leere Tor des Gegners das eine oder andere Mal für einfache Tore aus der eigenen Hälfte zu nutzen.“

Bezirksklasse

Zum letzten Spiel des Jahres muss die HSG Ostfildern II am Samstag (17.45 Uhr) beim Tabellenletzten TSV Dettingen II antreten. Nachdem die HSG mit dem Sieg gegen Plochingen in der Vorwoche neues Selbstbewusstsein getankt hat, will die Mannschaft nun den Jahresabschluss erfolgreich gestalten. „Bei der aktuellen Tabellensituation und dem bisherigen Saisonverlauf ist das eigentlich eine Pflichtaufgabe“, sagt HSG-Spieler Timo Fritz. Der TV Plochingen II will sich am Samstag (19 Uhr) gegen das Team Esslingen II von der Niederlage gegen Ostfildern erholen. „Nach zwei bitteren Niederlagen müssen wir zu alter Form finden“, sagt Plochingens Trainer Tom Michler und ergänzt: „Dafür brauchen wir Kampfgeist und Emotionen.“ Der TV Reichenbach II empfängt am Sonntag (15 Uhr) die TG Nürtingen. „Der TVN spielt bislang eine gute Runde. Umso mehr heißt es für uns, wachsam und stabil in der Abwehr zu stehen“, sagt Reichenbachs Co-Trainer Marcel Schulze.

Kreisliga A

Der TV Reichenbach III empfängt am Samstag (18 Uhr) den TSV Denkendorf II. „Bei den Denkendorfern läuft es auch nicht so rund. Zuletzt haben sie aber deutlich gewonnen und wir wissen, dass da eine schlagkräftige Mannschaft auf uns zukommt“, sagt Reichenbachs Moritz Gras. Der neue Tabellenführer SG Hegensberg/Liebersbronn II hat in diesem Jahr noch zwei Spiele vor der Brust – am Samstag (18.15 Uhr) will die Mannschaft die Spitze im Heimspiel gegen die TG Nürtingen II verteidigen. Der TSV Neuhausen II will indes oben dranbleiben – dazu sollte am Sonntag (17 Uhr) ein Sieg gegen den VfL Kirchheim II her. TSV-Coach Marco Schwab hat jedoch nur zwei gesunde Rückraumspieler zur Verfügung. „Das sind keine optimalen Voraussetzungen“, sagt er, „wir wollen aber trotzdem alles in die Waagschale werfen.“

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