Ausflügler am Bärenschlössle. Foto: jse

Sonntag, Sonne, Corona: die Stuttgarter zieht’s raus in die Natur. Zwischen Wald und Reben herrscht Hochbetrieb – und überwiegend Disziplin. Eine Momentaufnahme.

Stuttgart - Manchmal ist es eine Nachricht wert, wenn alles gut ist. Zumindest eine kleine. Die folgenden Zeilen sind deshalb den vielen Ausflüglern gewidmet, die am Sonntag auffällig coronakonform unterwegs waren. Das war jedenfalls am Sonntagmittag am Bärenschlössle im Rotwildpark festzustellen, seit eh und je eines der beliebtesten Naherholungsziele der Stadtmenschen. 1817 wurde das Bärenschlössle in heutiger Form erbaut, 1943 zerstört, 1964 wiedereröffnet, 1994 wurde es ein Raub der Flammen und 1997 wieder in Betrieb genommen. Heute ist es ebenso wie das benachbarte Schloss Solitude aus Stuttgart nicht mehr wegzudenken.

Trotz Hochbetriebs keine Hektik

Aus allen Himmelsrichtungen steuern am Sonntag Ausflügler das Schlössle mit seinen beiden markanten Bronzebären an. Ein natürlicher Treffpunkt, der in Zeiten der AHA-Regeln einiges an Disziplin erfordert, auch wenn die von der Pächterfamilie Unmüßig betriebene Gastronomie coronabedingt geschlossen hat. Immerhin: es gibt einen Essensstand und einen Eisverkauf. Hier, wie rund um das Bärenschlössle, halten sich die Leute am Sonntag auffällig genau an die Corona-Regeln. Spaziergänger und Radler sind meist zu zweit oder zu dritt unterwegs, nicht in Gruppen. Familien bleiben unter sich. Auch auf den Grasterrassen oberhalb des Sees werden die Abstände gewahrt. Am Ufer sitzen – ebenfalls coronagerecht – zwei Angler. Dazu kommt eine bemerkenswerte Ruhe und Gelassenheit. Trotz Hochbetriebs herrscht um die Mittagszeit keine Hektik – Stuttgart von seiner schönen, rücksichtsvollen Seite.

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