Testsieger: Der Continental WinterContact TS 860 Foto: Continental - Continental

Mit dem Kauf von neuen Winterreifen sollte man nicht zu lange warten. Denn wie der Automobilclub von Deutschland (AvD) erklärt, sei jetzt noch eine große Auswahl bei den Fachhändlern zu finden.

EsslingenWer neue Winterreifen braucht, sollte mit dem Kauf nicht zu lange warten. Denn wie der Automobilclub von Deutschland (AvD) erklärt, sei jetzt noch eine große Auswahl bei den Fachhändlern zu finden. Außerdem gebe es einen größeren Spielraum für Montagetermine. Denn sie müssen immer den Straßenverhältnissen angepasste Reifen fahren, da eine situative Winterreifenpflicht gilt. Ansonsten drohen Bußgelder und Punkte.

Beim Kauf von Wintereifen sollte auch aufs Reifenalter geachtet werden. Denn älter als drei Jahre sollten die Pneus nicht sein, rät der ADAC. Eine allgemein gültige Rechtsvorschrift oder ein Mindesthaltbarkeitsdatum gebe es aber nicht.

ADAC-Test mit 28 Reifen

Frischer Reifengummi hatte bei Tests des Autoclubs die beste Haftung. Wann der Reifen hergestellt wurde, lässt sich an einem vierstelligen Zahlencode meist in einem Oval am Ende der DOT-Nummer an der Reifenflanke erkennen. Die ersten zwei Ziffern nennen die Woche, die letzten zwei Ziffern das Herstellungsjahr.

Wie ein aktueller ADAC-Test zeigt, weisen selbst hochpreisige Reifen nicht generell gute Ergebnisse in allen Disziplinen auf. Der Autoclub hat insgesamt 28 Reifen für Klein- und Kompaktwagen zu mittleren Stückpreisen von 44 bis 113 Euro getestet. Dabei nahmen die Tester unter anderem das Handling auf Schnee und Eis, auf nassen und trockenen Straßen sowie Spritverbrauch und Verschleiß unter die Lupe. Bei den Kleinwagen (Dimension 175/65 R 14 T) siegte der „Continental WinterContact TS 860“ für 72 Euro und bekam ein „Gut“ (2,1) vor dem „Dunlop Winter Response 2“ (71 Euro) mit den gleichen Noten. Bei den Kompakten (205/55 R 16 H) siegte ebenfalls der „Continental WinterContact TS 860“ (110 Euro) und ist „gut“ (2,2).

Auf dem zweiten Platz landete der „Goodyear UltraGrip9“ (106 Euro) mit „gut“ (2,2) vor dem „Dunlop Winter Sport 5“ (106 Euro) mit „gut“ (2,3). Insgesamt schnitten 5 „gut“ ab, 19 Reifen waren „befriedigend“. 2 Pneus bekamen ein „Ausreichend“, und zwei waren „mangelhaft“, unter anderem wegen starker Schwächen auf nassen oder schneebedeckten Straßen.

Auch im Winterreifentest der Fachzeitschrift auto motor und sport belegte der Continental WinterContact 860 den ersten Platz vor dem Goodyear UltraGrip9 bei der Größe 205/55 R16 H. Dritter wurde der Nokian WR D4 (95 Euro), der die „beste Performance auf Schnee“, aber „Defizite bei Nässe“ aufwies.

Der AvD rät, dass bereits vorhandene Winterreifen mindestens noch vier Millimeter Restprofil aufweisen sollten. Die Profiltiefe von Neureifen hängt vom jeweiligen Hersteller und dem entsprechenden Reifenmodell ab. In der Regel haben fabrikneue Autoreifen eine Profiltiefe von 8 bis 9 Millimetern (Sommerreifen: 8 Millimeter, Winterreifen: 9 Millimeter). Beim Prüfen der Profiltiefe kann eine 1 Euro-Münze helfen: Der Goldrand ist genau 3 Millimeter dick. Wenn der goldene Rand in der Lauffläche nicht mehr zu sehen ist, beträgt die Profiltiefe also mindestens 3 Millimeter.

Wer Winterreifen bei Eis und Schnee um 0,2 bar härter als vom Hersteller angegeben aufpumpt, erreicht laut AvD, dass sich das Lamellenprofil der Pneus etwas stärker öffnet und den Grip verbessert. Bei hauptsächlich trockenen oder nassen Straßen belassen es die Autofahrer besser beim angegebenen Druck.dpa/jp

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