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Nebel, Eisregen und überfrierende Nässe sind Witterungsbedingungen, mit denen im Winter häufig zu rechnen ist. Damit Autofahrer sicher durch die kalte und dunkle Jahreszeit kommen, sollte das Fahrzeug spätestens im Herbst mit einer winterfesten Bereifung ausgerüstet werden.

Wintertaugliche Bereifung schon ab Herbst

In Deutschland besteht eine situative Winterreifenpflicht. Dies bedeutet, dass ein Kraftfahrzeug bei Schneeglätte, Reifglätte und Glatteis unbedingt mit entsprechenden Winterreifen ausgerüstet sein muss. Darüber hinaus müssen Winter- und Allwetterreifen, die erst nach dem 31.12.2017 hergestellt wurden, neben der herkömmlichen M+S-Markierung auch mit dem Alpine-Symbol gekennzeichnet sein. Die M+S-Kennzeichnung allein genügt nicht mehr. Von der situativen Winterreifenpflicht sind nur Motorräder ausgenommen, für alle Kfz ist diese Regelung jedoch verpflichtend. Da es für das Aufziehen der Winterreifen keinen offiziellen, vom Gesetzgeber genannten Zeitraum gibt, empfiehlt es sich, die wintertaugliche Bereifung bereits im Herbst aufzuziehen. Die genauen Wetterbedingungen, die Winterreifen erfordern, sind durch die StVO festgelegt. Falls ein Fahrzeug bei winterlichen Wetterkonditionen ohne Winterreifen unterwegs ist, wird nicht der Fahrzeughalter, sondern der Autofahrer zur Rechenschaft gezogen. Da die Lebensdauer von Ganzjahresreifen und Winterreifen begrenzt ist, wird empfohlen, die Bereifung spätestens nach sechs Jahren zu erneuern. Dabei können sowohl Winterreifen und Ganzjahresreifen (Allwetterreifen) verwendet werden. Bei einem Winterreifen-Preisvergleich besteht die Möglichkeit, Winterreifen und Ganzjahresreifen verschiedener Hersteller miteinander zu vergleichen, um die geeignete Bereifung für das eigene Fahrzeug zu finden. Bei Winterreifen handelt es sich um spezielle, für winterliche Straßenverhältnisse und niedrige Temperaturen ausgelegte Reifen, während Allwetterreifen ganzjährig verwendet werden können. Verglichen mit Sommerreifen besitzen Winterreifen spezielle Lamellen im Profil, sodass die Traktion auf schneebedeckten, glatten oder nassen Straßen erhöht wird. Beim Abrollen öffnen sich diese Lamellen und verzahnen sich mit dem Untergrund.

Worauf ist bei Allwetterreifen zu achten?

Das Aufziehen von Winter- und Sommerreifen ist mit einem halbjährlichen Reifenwechsel verbunden. Meist wird das Fahrzeug zu diesem Zweck in die Werkstatt gefahren, wodurch zusätzliche Kosten entstehen. Weitere Ausgaben werden durch die Einlagerung von Reifen verursacht. Da Allwetterreifen ganzjährig am Fahrzeug verbleiben, gelten sie als praktische Alternative zu Winterreifen. Ganzjahresreifen müssen nur ein einziges Mal montiert werden und verbleiben anschließend sowohl in der warmen als auch in der kalten Jahreszeit am Auto. Allwetterreifen weisen ähnliche Eigenschaften auf wie Winterreifen, können aber im Gegensatz zu diesen auch im Sommer verwendet werden. Sofern Ganzjahresreifen mit dem Alpine-Symbol (Schneeflocke) als wintertauglich ausgezeichnet sind, ist die ganzjährige Nutzung möglich. In diesem Fall erfüllen die Allwetterreifen die gesetzlichen Bestimmungen hinsichtlich einer angemessenen Bereifung bei Eis, Glätte und Schnee. Im Umgang mit Winterreifen müssen einige Dinge bedacht werden. Auf eisglatter oder regennasser Fahrbahn sollte trotz Winterreifen die Fahrtgeschwindigkeit verringert werden. Umsichtiges Fahren erhöht zu jeder Jahreszeit die Sicherheit im Straßenverkehr. Bei winterlichen Witterungsbedingungen sind Umsicht und Verantwortungsgefühl besonders wichtig, um sicher ans Ziel zu gelangen. Eine winterliche Bereifung ist auch bei großen und schweren Kraftwagen notwendig. Bei Winterreifen für diese Fahrzeugtypen muss die genaue Reifengröße beachtet werden muss. Grundsätzlich sind Ganzjahres- und Winterreifen in verschiedenen Größen sowie mit oder ohne Felge zu finden. Wenn keine Erfahrung im Reifenwechseln vorhanden ist, empfiehlt es sich, den Reifenwechsel in einer Werkstatt durchzuführen. Beim Erwerb von Winterreifen oder Ganzjahresreifen sollte auf die offiziellen Prüfsiegel geachtet werden. Wer einen Winterurlaub in den Alpen oder Fahrten ins benachbarte Ausland plant, sollte sich zuvor darüber informieren, ob dort ebenfalls eine Winterreifenpflicht besteht. Bei eisigem Wetter sollten vereiste Scheiben zunächst mit einem Eiskratzer gesäubert werden. Beim Eiskratzen dürfen Scheinwerfer und Außenspiegel nicht vergessen werden. Im Winter sollte immer genügend Frostschutzmittel in der Scheibenwaschanlage vorhanden sein. Es wird empfohlen, den Zustand der Batterie vor Winterbeginn nochmals zu überprüfen. Auch bei Zukunftsthemen wie E-Mobilität und Hybridantrieben wird man sich mit der Sicherheit moderner Fahrzeugen in der Winterzeit beschäftigen müssen.

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