Musa Dremmeh (links) im Zweikampf mit Thomas Ongherth. Foto: Robin Rudel - Robin Rudel

Viele Karten im Spitzenspiel zwischen der SG Eintracht Sirnau II und dem GVF Odyssia Esslingen.

EsslingenDie Spitzenpartie hielt nicht, was sie versprochen hatte. Das Stadtderby in der Fußball-Kreisliga B, Staffel 1, zwischen der SG Eintracht Sirnau II und GFV Odyssia Esslingen hatte wenig mit einem schönen Fußballspiel zu tun und war viel mehr geprägt durch zahlreiche Fouls mit Unterbrechungen, Disziplinlosigkeiten und Nickligkeiten der Spieler. Es gab beim 3:0(2:0)-Sieg von Odyssia Esslingen insgesamt drei Platzverweise und zahlreiche Gelbe Karten.

Dabei hatte zuvor große Spannung vor dem Spitzenspiel geherrscht: Bis Sonntag waren die SGE II und Odyssia noch ungeschlagen und bis auf drei (SGE) beziehungsweise einen Punkt (Odyssia) an die führende Mannschaft des TSV Baltmannsweiler herangekommen. Beide Gegner wollten ihre Serie fortsetzen, wobei nach Einschätzung von SGE-Trainer Stefan Pursche der Gast leicht favorisiert war. Laut dem Sportlichen Leiter des GFV Odyssia, Dimitrios Papadopoulos, möchte sein Verein auch wieder zurück in die Kreisliga A.

Zu stark war im Spiel selber nach den Anfangsminuten der GFV Odyssia für die SGE. Der Gastverein dominierte läuferisch und spielerisch und folgerichtig fiel dann bereits in der 14. Minute das 1:0 für Odyssia durch Fabio Rendina nach einer allerdings unglücklichen Aktion der SGE-Abwehr. Nur drei Zeigerumdrehungen später musste ein Spieler des GFV Odyssia auf der Torlinie retten und verhinderte den Ausgleich für die SGE.

Dann wurde die Partie hitzig und zahlreiche Karten wurden verteilt. So musste bereits in der 28. Minute Michele Milia vom GFV Odyssia das Spielfeld verlassen. Außerdem erhielt unter anderem der Odyssia-Auswechselspieler Dimitrios Mangos auf der Bank die Gelbe Karte. Bezeichnend für die Überlegenheit des GFV Odyssia war in der 40. Minute das 2:0 durch den starken Musa Drammeh, der nach einem Freistoß eine Kopfballverlängerung verwertete.

Wer die Hoffnung hatte, dass sich die Gemüter in der Pause beruhigt hätten, sah sich vom Verlauf der zweiten Spielhälfte getäuscht. Der Schiedsrichter hatte weiter alle Hände voll zu tun. Gelbe und Rote Karten waren völlig zu Recht angesagt und verhinderten leider die erwartete Spitzenpartie. Hinzu kam, dass die SGE an diesem Tag einfach keinen Zugriff auf das Spiel fand. Nur in der Phase kurz nach der Pause hatte sie zwei Chancen zu einem Anschlusstreffer. Trotz numerischer Überzahl musste sie jedoch kurz vor Schluss sogar noch das 0:3 hinnehmen.

Nach der Partie kommentierte Heimtrainer Pursche: „Meine junge Mannschaft kam heute nicht mit der Spielweise des Gegners zurecht. Wir haben daher verdient verloren, stecken aber den Kopf nicht in den Sand“.

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