Der Cupra Ateca: Kompaktes SUV mit 300 PS Foto: Cupra - Cupra

Seat hat eine Tochtergesellschaft gegründet, die unter Cupra firmiert – und Seat im Markennamen ganz weg lässt. Der Auftakt dazu heißt Cupra Ateca, ein kompaktes SUV mit 300 PS unter der Haube.

EsslingenMan kennt es von Mercedes oder BMW, die ihre betont sportlichen und PS-starken Modelle mit einer Zusatzbezeichnung vermarkten, also als Mercedes-AMG- beziehungsweise als BMW M-Version. Seat ist vor kurzem noch einen Schritt weiter gegangen: Die Spanier haben für ihre Rennsemmeln eigens eine Tochtergesellschaft gegründet, die unter Cupra firmiert – und Seat im Markennamen ganz weg lässt. Der Auftakt dazu heißt Cupra Ateca, ein kompaktes SUV das auf dem „normalen“ Seat Ateca basiert (vergleichbar dem Tiguan), aber viel stärker motorisiert ist: Sage und schreibe 300 PS hat Cupra bei seinem Premierenmodell unter die Haube gepackt. Der 2-Liter-TSI, der auch beim Golf R zum Einsatz kommt, sorgt für souveräne Fahrleistungen. Sein Drehmoment von 400 Nm bringt er dank Allradantrieb effizient auf den Asphalt.

Umfangreiche Serienausstattung

Geschaltet wird automatisch mit einem 7-Gang-DSG, das den 4,38 Meter langen, 1,84 Meter breiten und 1,63 Meter hohen Sport-SUV aus dem Stand in 5,2 Sekunden auf Tempo 100 katapultiert, bevor er seine Höchstgeschwindigkeit von 247 km/h erreicht. Das sind Werte, vergleichbar mit dem Porsche Macan. Für den Normverbrauch geben die Spanier 7,4 Liter Benzin an, was einem CO2-Ausstoß von 168 g/km entspricht.

Im Einstiegspreis von 42 850 Euro ist beim Cupra Ateca bereits eine umfangreiche Serienausstattung inkludiert. Dazu zählen neben den LED-Frontscheinwerfern auch Fahrerassistenzsysteme wie das Umfeldbeobachtungssystem „Front Assist“ mit City-Notbremsfunktion und der Parklenkassistent mit Ultraschall-Einparkhilfe vorn und optischer Einparkhilfe hinten. Auch eine Rückfahrkamera ist an Bord. Ebenfalls enthalten ist das virtuelle Cockpit, dass als volldigitales Kombiinstrument die analogen Instrumente durch ein hochauflösendes 10,25-Zoll-Display ersetzt. Für reibungslose Konnektivität sorgt als Teil des Navigationssystem Plus mit seinem 8-Zoll-Farb-Touchscreen die Connectivity Box im Ablagefach der Mittelkonsole, die mit dem Wireless Charger zudem kabellos Smartphones auflädt.

Das Ladevolumen ist mit 485 Liter üppig und lässt sich nach Umlegen der asymmetrisch teilbaren Rücksitzlehnen auf rund 1700 Liter erweitern. Dass im Cupra Ateca ungewöhnlich viel Power steckt, das hört man schon an seinem kernigen Sound und bei einem Blick auf seine zwei Doppelendrohre im markant geformten Heckdiffusor. Optional können eine Brembo Performance-Bremsanlage und 19-Zoll-Leichtmetallräder geordert werden. Sechs Farben stehen zur Wahl: Energy Blau, Reflex Silber, Nevada Weiß, Velvet Rot, Rodium Grau und Magic Schwarz.

Den ersten 7000 Cupra-Ateca-Käufern offeriert der Hersteller ein Willkommensgeschenk in limitierter Auflage – eine Cupra-Mitgliedsbox aus echter Kohlefaser. Ende März waren davon schon 4000 vergeben. Jeder fünfte Ateca hat damit ein Cupra-Logo am Kühlergrill.

Noch in diesem Jahr bringt Cupra auch ein limitiertes Sondermodell des Ateca mit verschärfter Optik und spezieller Abgasanlage auf den Markt. Cupra nutzt als Vertrieb die vorhandene Infrastruktur von Seat und ist bei etwa 280 ausgewählten Seat-Händlern in ganz Europa präsent – jeweils in einem abgetrennten Bereich.

Unterdessen ist das zweite Cupra-Modell schon in der Pipeline: Auf dem Genfer Autosalon im März hat Cupra eine Konzeptstudie als erste Eigenentwicklung vorgestellt, den Cupra Formentor, ein sogenanntes CUV (Crossover Utility Vehicle) mit Plug-in-Hybridantrieb und 245 PS Systemleistung. Durch den großzügig dimensionierten Akku bringt es der neue entwickelte Formentor im vollelektrischen Modus laut Hersteller auf eine Reichweite von bis zu 50 Kilometer im neuen WLTP-Fahrzyklus. Das Modell soll 2020 in Serie gehen.

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