Hinter dieser Tür erwartet Harper (Katie Stevens) nur eines: Gefahr. Foto: Splendid Film - Splendid Film

Pünktlich zu Halloween setzt Hollywood auf Nervenkitzel: Der Horrorstreifen „Halloween Haunt“ erzählt von einer Handvoll Studenten, die glauben, ihr Besuch in einem Geisterhaus sei nur ein Spaß..

EsslingenPünktlich zu Halloween treibt Hollywood den Nervenkitzel auf die Spitze und bringt mit André Ovredals „Scary Storys to tell in the Dark“ und Scott Becks und Bryan Woods’ „Halloween Haunt“ gleich zwei Streifen in die Kinos, in denen ahnungslose Teenager um ihr Leben fürchten. Während Ovredals Film in den 60er-Jahren spielt, nutzt „Halloween Haunt“ ein Phänomen, das erst in jüngerer Zeit in Mode gekommen ist: Für all jene, die sich nicht damit begnügen wollen, an Halloween in schräger Verkleidung Süßigkeiten einzusammeln, werden Geisterhäuser inszeniert, in denen sich den Besuchern auf Schritt und Tritt die Nackenhaare sträuben. Eines dieser Geisterhäuser spielt auch in „Halloween Haunt“ die Hauptrolle.

Seit sie sich von ihrem übergriffigen Freund getrennt hat, hat die Studentin Harper (Katie Stevens) von den Kerlen genug. Sie will ihre Ruhe – und lässt sich von ihrer Freundin Bailey (Lauryn McClain) trotzdem zu einer Halloween-Party überreden. Dort lernt sie den attraktiven Nathan (Will Brittain) kennen, der als Star des Baseball-Teams von vielen Studentinnen angeschmachtet wird. Als ihr Kommilitone Evan (Andrew Caldwell) vorschlägt, einen Halloween-Haunt zu besuchen, will Harper nicht als Spielverderberin dastehen und geht mit. Schließlich entdecken sie eines dieser präparierten Geisterhäuser und schöpfen auch keinen Verdacht, als ihnen ein stummer Horror-Clown am Eingang die Handys abnimmt und sie einen Haftungsausschluss unterschreiben lässt. Erwartungsfroh betreten sie das Geisterhaus – und müssen rasch erkennen, dass sie in eine tödliche Falle geraten sind, aus der es kein Entrinnen zu geben scheint ...

„Unsere Herangehensweise wurde durch zwei Dinge befeuert, in die wir beide vernarrt waren: unsere Liebe für einfache, geradlinige B-Movies und unsere gemeinsamen Erfahrungen, die wir als Teenager in Iowa machten, wo wir an örtlichen Haunts teilnahmen“, erzählen Scott Beck und Bryan Woods. „Dabei lernten wir auch, wie wichtig der Satz ist: Was man nicht sieht, macht viel mehr Angst. Es ist eine Lektion, die wir beherzigen.“ Mag sein, dass man so manches in diesem Film nicht zum allerersten Mal gesehen hat. Studenten, die ahnungslos in eine Falle tappen und dort bis aufs Blut gequält werden, gehören schließlich zum Standardrepertoire des Horror-Genres. Trotzdem kann sich „Halloween Haunt“ sehen lassen. Die Regisseure lassen ihre Opfer in einem Höllentempo durch ihre fantasievoll ausgestattete Geisterbahn mit ihren angsteinflößenden Escape-Räumen sausen und packen lieber zwei, drei Gruselmomente extra ein, anstatt die fiesen Szenen unnötig auszukosten. Denn hinter jeder Tür wartet eine tödliche Herausforderung.

Eine Handvoll einfältiger Studenten gerät an Halloween in ein Geisterhaus und muss erleben, dass aus dem vermeintlichen Spiel blutiger Ernst wird.