Filderstadt verfügt über fünf Hallenbäder, eines in jedem Stadtteil. Eines der weniger bekannten, nämlich das in Harthausen, gibt es seit 50 Jahren. Das wird jetzt gefeiert.
In Zeiten knapper kommunaler Kassen werden sie immer mehr zum Luxus: Schwimmbäder. In Karlsruhe wurde zuletzt aus finanziellen Gründen über eine Schließung des Rheinstrandbads Rappenwört gesprochen, in Kuppenheim bei Rastatt wurde bereits zum Saisonende 2024 das Cuppamare dichtgemacht. Filderstadt wiederum verfügt über fünf Schwimmbäder, eines in jedem Stadtteil. „Filderstadt hat eine sehr gute Ausstattung“, sagt Markus Listl, der Geschäftsführer der Filderstadtwerke. In Bonlanden gibt es das Fildorado, in Bernhausen das Gartenhallenbad, das allerdings wegen seiner Grundsanierung noch bis voraussichtlich Mitte 2027 ausfällt.
Dann sind da noch drei kleinere Bäder: das im Weilerhau in Plattenhardt, das kleinste und älteste in Sielmingen – und das Bad in Harthausen. Das etwa 17 mal acht Meter große Kleinbecken mit dem beweglichen Hubboden befindet sich auf dem Gelände der Jahnschule. Wie auch das Bad in Sielmingen steht es nicht für den öffentlichen Badebetrieb zur Verfügung. „Sie können dort keine Karte lösen“, sagt Markus Listl, vielmehr ist es Vereinen, Kitas, Schulen und Schwimmkursen vorbehalten.
Derzeit kommen auch Badegäste aus Bernhausen nach Harthausen
Trotzdem: Pro Jahr tummeln sich rund 18 000 Personen im Becken mit dem 28 Grad warmen Wasser. „Es ist ausgebucht“, sagt Markus Listl. Jetzt, da Schwimmzeiten aus Bernhausen umverlegt werden mussten, laufe das sowieso schon gut ausgelastete Bädle im Vollbetrieb.
Dieser Tage besteht das Hallenbad Harthausen seit runden 50 Jahren. Gefeiert wird das an diesem Dienstag, 28. Oktober. Von 15 bis 17.30 Uhr öffnet es seine Türen ausnahmsweise für jede und jeden, ob groß oder klein. „Wer da drinnen schwimmen gelernt hat, hat vielleicht mal wieder Spaß dran, dort zu baden“, sagt Markus Listl. Angekündigt werden Wasserspielzeug, Kinderschminken, ein Glücksrad und ein Clown, außerdem Snacks und Getränke – und das alles bei freiem Eintritt.