August Meisinger ist als Hirtenbub unter schwierigen Umständen aufgewachsen – gezeichnet von Plackerei und Armut. Ein Artikel aus unserer Reihe „Unsere besten Reportagen“.
An einem Herbstmorgen 1951 fängt das Elend an. Der sechsjährige August steigt mit seinem Vater aus dem D-Zug, sein gelbes Weidenköfferchen fest in der Hand. Eine Nonne nimmt ihn auf dem Bahnsteig in Empfang. Beim Weggehen dreht sich der Junge noch mal um, in dem Moment dreht sich auch der Vater um. Der Blick trifft August ins Herz – auch wenn er noch gar nicht kapiert, was er in diesen traurigen Augen gerade gesehen hat.
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