Duz-Kumpels: Tourismus-Manager Mair (links), Tourismus-Staatssekretär Rapp Foto: LICHTGUT/Leif Piechowski

Aufträge an die Firma der Freundin, eine untaugliche App, kumpelnde Kontrolleure – im Schwarzwald-Tourismus gäbe es viel zu untersuchen. Geschieht das auch?

Die Wirtschaftsministerin war auf die Frage sichtlich vorbereitet. Bei der Pressekonferenz nach der Kabinettssitzung musste Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) nicht lange überlegen. Ob ihr bekannt war, dass die Schwarzwald Tourismus Gesellschaft (STG) in Freiburg einen Teil der Landeszuschüsse an jene Agentur weiterleite, bei der die Lebenspartnerin des STG-Geschäftsführers in leitender Stellung arbeite? Und dass die mit hunderttausenden Euro ihres Ressorts geförderte KI-generierte „Schwarzwald-Marie“ weitaus schlechter funktioniere als ein gängiges Sprachmodell für ungleich weniger Geld? „Nein, mir war das nicht bekannt“, antwortete die Ministerin. Für die Tourismusförderung habe man ein „ganz transparentes Verfahren aufgesetzt“, und den Erfolg der digitalen Markenbotschafterin bewerte man, wie stets, erst nach Abschluss des Projekts.

Weiterlesen mit

Unsere Abo-Empfehlungen

Von hier, für die Region,
über die Welt.

  • Exklusive Artikel, Serien und Abovorteile genießen
  • Zugriff auf alle Inhalte der EZ im Web
*anschließend 10,99 € mtl.