Der Polizeieinsatz endet noch glimpflich für den Täter, da er nicht mit einer echten Waffe unterwegs war.
Am späten Freitagabend, 7. November 2025, sorgte ein 23-jähriger Mann für einen Polizeieinsatz mit mehreren Fahrzeugen, nachdem er gegen 22.25 Uhr auf einem Spielplatz am Anna-Fischer-Weg in Bernhausen zwei Schüsse in die Luft abgegeben hatte. Zeugen hatten ihn dabei beobachtet, die zu einem nahe gelegenen Parkplatz geflohen sind. Der 23-Jährige hat sie dabei verfolgt und nochmals in die Luft geschossen.
Die Polizei hatte ihn daraufhin einer Personenkontrolle unterzogen. Die Waffe wurde gefunden auf einer nahegelegenen Baustelle, auf der sie der Mann nach eigenen Angaben versteckt hatte. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Mann vor Ort entlassen. Ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wurde gegen ihn eingeleitet. Auf den Mann wird vermutlich ein Bußgeld zukommen. Zu seinen Motiven ist derweil nichts bekannt.
Schüsse auf Spielplatz: Schreckschusswaffe kaum von echter Waffe zu unterscheiden
Dass der 23-Jährige vorerst so glimpflich davon kam, liege daran, dass es sich hier um eine Schreckschusspistole gehandelt habe, so ein Polizeisprecher auf Nachfrage. Eine solche Schreckschusswaffe könne ein Laie freilich nicht von einer echten Waffe unterscheiden, so der Sprecher weiter. Solche Waffen könne jeder ab einem Alter von 18 Jahren käuflich erwerben, und jetzt, in der anstehenden Silvesterzeit, könne eine derartige Waffe „nahezu an jeder Ecke gekauft werden“.
Wäre da nun mit einer richtigen Waffe geschossen worden, wäre das Ganze erheblich weniger glimpflich abgelaufen. „Da hätte der Mann erst mal überhaupt eine Erlaubnis haben müssen, dass er so eine Waffe besitzen darf“, so der Polizeisprecher.