Der Bassist Thorsten Meinhardt hat in zahlreichen Bands aus der Region Stuttgart gespielt. Foto: Jazzclub Session 88

Das Benefizkonzert an diesem Donnerstag im Club Session 88 in Schorndorf ist Thorsten Meinhardt gewidmet, der kürzlich im Alter von 50 Jahren verstorben ist.

Mit einem Benefizkonzert an diesem Donnerstagabend erinnert der Jazzclub Session 88 in Schorndorf (Rems-Murr-Kreis) an einen kürzlich verstorbenen, befreundeten Musiker. Es handelt sich um den Bassisten Thorsten Meinhardt, der nach Angaben von Kollegen zahlreicher Bands, in denen er mitwirkte, am 5. November völlig überraschend im Alter von 50 Jahren gestorben ist.

Im Jazzclub in Schorndorf war für diesen Donnerstag eigentlich seit Längerem ein öffentliches Probenkonzert der Hausband „Um die elf“ geplant – der Name rührt daher, dass in der Regel mindesten elf bis 13 Akteure mit dabei sind. Durch die Nachricht vom Tod Meinhardts wird der Abend nun in ein Benefizkonzert für seine Familie umgewidmet.

Mit seiner Familie in Urbach gelebt

Thorsten Meinhardt hat in Weimar Kontra- und E-Bass studiert, mit dem Schwerpunkt Jazz und Popularmusik. Seit vielen Jahren lebte er mit seiner Familie in Urbach im Remstal. An der Musikschule Schönblick in Schwäbisch Gmünd hat er als Instrumentallehrer Gitarre und Bass unterrichtet.

Viele Zuhörerinnen und Zuhörer hat er bei den Konzerten mit Bands in der gesamten Region Stuttgart begeistert. So agierte er beispielsweise mit der afrikanischen Sängerin Thabilé, mit der Remstäler Jazz-Formation September, spielte mit der Daniel Schwenger Band Weihnachtskonzerte den E-Bass und Kontrabass oder zupfte in der Band Ipanema Beach Hotel den Bass zu brasilianischen Melodien.

Der Perkussionist Max Gerwien aus Rudersberg spielte mit Meinhardt acht Jahre in der Formation „Jazz hits Folk“. Er würdigt den Verstorben als „einen der besten Bassisten, die ich gekannt habe“, und er habe durch sein Spiel allen anderen Akteuren immer ein Gefühl von Sicherheit gegeben.

Ein besonderes Projekt war das Stuttgarter Ensemble Meinhardt & Krauss mit seinem „Cinematic Theatre“. Die Stücke des Trios leben von dem intensiven Austausch zwischen Figurentheater, Film, neuen Medien und zeitgenössischer Musik. Meinhardt steuerte hier die Kompositionen zu den Aufführungen bei – die jüngste, ein Figurentheater für Kinder ab vier Jahren aus dem Jahr 2025, trägt den Titel „Herr Eichhorn in der Ferne“.

Beim Konzert werden Spenden gesammelt

Nach Angaben des Jazzclubs Session 88 hinterlässt Thorsten Meinhardt seine Frau Tina und die beiden Töchter Jonna (14) und Nele (12). „Nicht nur, aber auch, weil Nele kostenintensiven Beistand braucht, war sofort klar: Wir widmen das Konzert unserem mit uns befreundeten Kollegen und sammeln Spenden für seine Familie“.

Das Konzert im Jazzclub, Adresse Hammerschlag 8 (neben der Manufaktur), beginnt an diesem Donnerstag, 11. Dezember, um 20.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, „wir wollen es aber im Spendenhut nur rascheln, nicht klimpern hören“, so der Appell des Session-88-Vorstands.