Quelle: Unbekannt

Von Fabian Schmidt

Meine Frisörin macht sehr gute Arbeit. Jedenfalls bin ich zufrieden, und auch die Rückmeldungen von anderen sind nicht schlecht - zumindest die geäußerten. Doch jüngst hat sie mich verletzt. Keine Sorge: nicht mit der Schere. Vielmehr mit Worten. „Du bist doch der Dienstags-Schmidt“, sagte sie, als ich entgegen der Regel an einem Donnerstag vor Ort war. Ich fühlte mich wie eine Nummer in der Warteschlange bei der KfZ-Zulassungsstelle. Doch - schnipp schnapp - und schon war der Schmerz wieder vergessen. Weil meine Frisörin sehr nett ist und weil sie den Namen richtig ausspricht. Schmidt mit einem harten Ende, nicht Schmiiiid oder wahlweise Schmiiiiiiieeeeeed, wie öfter zu hören ist, als man meinen mag - obwohl die Schreibweise bekannt ist und keine Verbalvariationen zulässt. Dennoch ist das ein ganz schönes schmid(t)sches Durcheinander mit der Aussprache und führt bei mir oft zu innerem Kopfschütteln. Klassische #gEZnoch-Momente eben. Wie man die Leute nun dazu bekommt, den Namen richtig auszusprechen, weiß ich nicht. Aber der nächste Frisörtermin fällt immerhin auf einen Dienstag.

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