Nach seiner Trainerkarriere arbeitet Lothar Matthäus als TV-Experte bei Fußball-Übetragungen. Foto: imago/MIS

Lothar Matthäus hat sich an seine Vergangenheit als Trainer erinnert und ein Engagement in Brasilien, das ziemlich unrühmlich endete – was dem knapp 60-Jährigen noch immer nachgeht.

Stuttgart - SK Rapid Wien, FK Partizan Belgrad, Nationalcoach in Ungarn, Athletico Paranaense, FC Red Bull Salzburg, Maccabi Netanja, Nationaltrainer in Bulgarien. Der Mann ist rumgekommen in der Welt des Fußballs. Allerdings ist Lothar Matthäus seit bald zehn Jahren ohne Job an der Basis, soll heißen, als Übungsleiter, am 19. November 2011 endete sein Engagement in Bulgarien – seither taucht der Mann, der am 21. März seinen 60. Geburtstag begeht, nur noch als Experte im Fernsehen bei Fußballübertragungen auf.

Dabei gerät der deutsche Rekordnationalspieler gelegentlich auf Pfade, die tief in sein Innerstes führen. Als Lothar Matthäus neulich ganz bei sich war, kam ihm der Gedanke, dass es falsch gewesen sei, dass er sich als fränkischer Trainer des brasilianischen Clubs aus Paranaense nach einmonatiger Arbeit auf Französisch verabschiedet hatte. Nach einem Heimaturlaub kam er nie wieder, was man eher andersrum kennt, wenn brasilianische Kicker nach der Winterpause nicht mehr nach Europa finden. „Ich mache mir Vorwürfe, dass ich meine Jungs in Brasilien habe hängen lassen“, ließ Matthäus wissen, „das ist das Einzige, was ich ändern würde, könnte ich die Zeit zurückdrehen. Das schlechte Gewissen begleitet mich bis heute.“ Nun hatte der Polyglott auch abseits des Fußballs einige Verbindungen, er befindet sich aktuell in fünfter Ehe, darüber hinaus pflegte er einige weitere mehr oder weniger ausdauernde Beziehungen. Immerhin plagt ihn offenbar kein schlechtes Gewissen in dieser Retrospektive, und das ist für den Seelenfrieden eines Lothar Matthäus bestimmt viel wert.      

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