Der Eislauf-Nachwuchs im „Zauberwald“. Foto: Koch - Koch

Ob wilde Tiger, Feen oder Prinzessinnen auf dem Eis, temperamentvolle Schautänze oder spektakulärer Synchroneiskunstlauf – beim Schaulaufen im Richard Hirschmann Stadion war viel geboten.

EsslingenMit einem zauberhaften, bunten Reigen auf dem Eis verabschiedet die Eissportgemeinschaft Esslingen traditionell den Winter. Am großen Schaulaufen zum Saisonschluss im Richard Hirschmann Eisstadion beteiligten sich in diesem Jahr 111 Eisläuferinnen und Eisläufer – vom Nachwuchs im zarten Alter von vier Jahren bis hin zu den Eislauf-Assen aus der Meisterklasse.

Ob zarte Feen und Prinzessinnen auf dem Eis, temperamentvolle Schautänze oder spektakulärer Synchroneiskunstlauf – den rund 400 Zuschauern wurde viel geboten. Für die große Schar der Nachwuchsläuferinnen und -läufer hatte sich die Abteilungsleiterin beim Eiskunstlauf Uta Fingerle wieder einiges einfallen lassen: Die Kleinsten stellten die Träume eines kleinen Mädchens dar.

Und so wuselten „Am Königshof“ kleine Prinzessinnen in Tüll und Glitzer oder schwarzweiße Dienstmädchen mit Staubwedel über die Eisfläche. „Im Dschungel“ waren die kleinen Jungs als wackere Tiger und andere Tiere zu sehen. Und im „Zauberwald“ gaben sich allerlei Feen, Schmetterlinge und sonstige Fabelwesen ein märchenhaftes Stelldichein. Dass sich vor lauter Aufregung der eine oder andere Wackler oder Hinfaller einschlich, machten die Kleinen durch strahlende Gesichter mehr als wett. Als träumendes Mädchen glitt sehr versiert die achtjährige Diana Fritzler übers Eis.

Mit ihren jeweiligen Kürprogrammen präsentierten sich erfolgreiche Nachwuchsläuferinnen aus dem Wettkampfbereich. Die 11-jährige Kaya Fingerle – die einzige ESG-Läuferin im Landeskader – erhielt viel Applaus für ihre anmutig vorgetragene Kür mit etlichen Doppelsprüngen. Auch ihre Trainingskolleginnen Timea Fingerle und Michelle Sip glänzten mit ihren Wettkampfprogrammen. Hannah Rothe, die im vergangenen Jahr bei den Deutschen Meisterschaften am Start war, begeisterte mit einem rassigen Tango. Jacqueline Sonnenwald und Alina Sigel (beide 11) zeigten jeweils ihr Kürprogramm aus dem baden-württembergischen Nachwuchswettbewerb.

In frech gepunkteten Kostümen zauberten anschließend die ESG-Läuferinnen einen fetzigen Schautanz aus „Grease“ auf das Eis. Ebenso lebhaft ging es bei den Impressionen aus dem „Karneval in Rio“ zu. Für den umjubelten Höhepunkt des Schaulaufens sorgten indes die „United Angels“: Das Synchron-Eiskunstlaufteam des Stützpunktes Stuttgart tritt in der Meisterklasse an und gehört zu den besten Teams in Deutschland. Unter den „United Angels“ seien auch sechs Läuferinnen der ESG, sagt Uta Fingerle stolz.

In nahezu unheimlicher Synchronität glitten die „Engel“ rasant übers Eis, drehten elegante Pirouetten und formierten sich zu immer neuen Figuren und Formationen. Immer wieder rissen spektakuläre Hebungen das Publikum zum Applaus hin. Zum großen Finale versammelten sich nochmals alle kleinen und großen Läuferinnen und Läufer auf dem Eis und drehten einige Runden.

Mit dem Schaulaufen ist der Eislauf-Winter indes noch nicht ganz zu Ende: Bis zum kommenden Freitag, 29. März, herrscht auf der Eisbahn noch Betrieb. Mit einer Saison-Abschlussparty am kommenden Freitag ab 19.30 Uhr setzt die ESG endgültig den Schlusspunkt: Dann bleibt die Eisbahn bis zum Oktober geschlossen.

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