Kraftvoll und unaufhaltsam kommt Florian Weimer angeflogen. Beim knappen Sieg in Bittenfeld erzielte er Sekunden vor dem Abpfiff das Siegtor für die HSG Oberer Neckar.Archiv Foto: Pixelfrog Quelle: Unbekannt

Bittenfeld - Nach zwei Siegen in den ersten Saisonspielen ging es für die Männer der HSG Oberer Neckar zum ersten Bezirksliga-Auswärtsspiel zum TV Bittenfeld 3. Wie bereits im Vorfeld erahnt, erwartete die Neckarpiraten beim Zweitplatzierten der Vorsaison ein hartes Stück Arbeit, was jedoch in letzter Sekunde mit dem Tor zum 29:28 (12:13) belohnt wurde.

Bereits von der ersten Minute an taten sich die Hafenhandballer schwer mit den starken Eins-gegen-Eins-Situationen der Bittenfelder. Diese zogen ihr Spiel sehr langsam auf und kamen immer wieder durch Einzelaktionen zum Erfolg. Die Abwehr tat sich extrem schwer und war meistens einen Schritt zu spät, weshalb bereits nach zehn Minuten das dritte Siebemeter-Tor zum 5:3 für Bittenfeld fiel. Die Neckarpiraten versuchten im Angriff, mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung die große und stabile Abwehr der Hausherren in Bewegung zu bekommen, schafften dies zu Beginn jedoch nur mäßig. Es wurden immer wieder unvorbereitete Abschlüsse genommen, die nur teilweise zum Erfolg führten. Ehe sich Trainer Krautberger versah, lief sein Team einem 4:9-Rückstand hinterher. Schuld daran war auch die mangelnde Chancenverwertung, wenn sich die HSG mal eine Lücke erkämpfen konnte. Umso wichtiger war es, dass durch Tempospiel und Rückraumwürfe der Rückstand bis zur Halbzeit auf 12:13 verkürzt werden konnte.

Klar war jedoch, dass sich nach der Pause etwas ändern musste. Krautberger wusste, dass seine Männer gehemmt aufspielten und versuchte gemeinsam mit „Oldie“ Sabet, alle nochmals zu motivieren. Dies gelang zumindest im Angriff, während in der Abwehr weiterhin größere Probleme gegen die schnellen und wurfstarken Rückraumspieler blieben. Speziell Jan Billner und Florian Weimer liefen nun richtig heiß und knallten einen Wurf nach dem anderen aus dem Rückraum in die Maschen. Das Spiel blieb spannend und kein Team setzte sich entscheidend ab. Dem 22:23-Anschlusstreffer durch Benni Innenmoser nach einem Gegenstoß in der 48. Minute folgten viele Zeitstrafen auf beiden Seiten. Beide Mannschaften versuchten, die Fehlerquote so gering wie möglich zu halten. Florian Weimer, der einen Sahntag erwischte, schoss in der 54. Minute die Neckarpiraten zu ihrer ersten Führung im Spiel, ehe die hitzige Schlussphase begann. In der letzten Minute, beim Stand von 28:28, ließ Benni Heinze zuerst einen Gegenstoß liegen, was den Bittenfeldern die Chance zur Führung gab. Diese kamen frei vom Kreis zum Wurf. Doch Bastian Gohl parierte den Wurf stark. Krautberger zückte sofort die Auszeitkarte, als noch 20 Sekunden zu spielen waren. Es galt, mindestens den Punkt mitzunehmen. Damit war jedoch Florian Weimer nicht ganz einverstanden, lief drei Sekunden vor Schluss nach einem Freiwurf an und knallte den Ball über die komplette gegnerische Abwehr in die Maschen.

HSG Oberer Neckar: Gohl, Keller (beide Tor), Innenmoser (1), Braun, Heinze, Eitler (2), Schramm (1), Sabet, Billner (6), Haug, Weimer (11), J. Grauer (2/2), M. Grauer (2), Lindermayr (4). Marco Haug

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