Aufmerksamkeitsökonomisch ein Volltreffer: Florentina Holzingers „Sancta“. Foto: Matthias Baus

Die Stuttgarter Oper bleibt in der vergangenen Saison auf Pop-Kurs und erprobt neue Format. Aber am besten geriet am Ende doch Verdis „Otello“.

Wenn ein Opernslogan des Jahres gekürt würde, der wär’s: „In der Oper gewesen, gekotzt.“ Die Kafka-Paraphrase des FAZ-Redakteurs Simon Strauß – „Im Kino gewesen. Geweint“ lautet das feinfühlige Original – fand den Weg auf Pullis und T-Shirts, ging von Mund zu Mund rund um einen schönen, altmodischen Theaterskandal; der aber näher betrachtet keiner war, sondern ein Riesenerfolg. Mit groß Kotzen war auch nicht viel, so man dem Haussprecher Glauben schenkt. Die Steilvorlage wird trotzdem verwandelt, die Oper ist ausverkauft und Stadtgespräch.

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