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Auch wenn Riestern als private Altersvorsorge keinen guten Ruf hat, man kann Gewinn damit machen wenn man am ein oder anderen Stellschräubchen dreht

Riestern als private Altersvorsorge hat bei vielen keinen guten Ruf, denn die Renditen sind oft gering. Allerdings: Wer am einen oder anderen Stellschräubchen dreht, kann den Gewinn aus der Riesterrente zu seinen Gunsten beeinflussen.

Erträge steigern durch Wechsel in Riester-Fondssparplan

Klassische Riester-Rentenversicherungen und Banksparpläne lassen bei der Rendite häufig zu wünschen übrig. Deshalb kann es sich lohnen mit einem bestehenden Vertrag beispielsweise in einen Riester-Fondssparplan zu wechseln.

Denn Fondssparpläne erwirtschaften häufig mehr Gewinne, was auch der Grund dafür ist, dass Finanzdienstleister wie Swiss Life Select oder die Sparkassen sie empfehlen. Geldinstitute bieten Riester-Fondsprodukte dabei oft über Partner an, wie etwa die Deutsche Bank, die dafür ihre Fondstochter DWS nutzt. Finanzdienstleister wie beispielsweise Swiss Life Select wählen dagegen in der Regel ihr Fondsangebot selbst nach strengen Kriterien aus.

Zum Riestern mit Fondssparplänen eignen sich dabei Exchange Traded Funds (ETFs) besonders gut. Sie bilden die Wertentwicklung eines Aktienindex ab, wie zum Beispiel des DAX, und bringen die Aussicht auf eine ordentliche Rendite mit sich. Ein weiterer Vorteil: ETFs kommen ohne einen aktiven Fondsmanager aus, was günstigere Gebühren zur Folge hat. Zudem sind gerade ETFs, die einen globalen Aktien-Index wie zum Beispiel den MSCI World nachbilden, besonders breit gestreut, was das Anlagerisiko minimiert.

Bei einem wenig ertragreichen Riester-Vertrag ist es daher sinnvoll erst mal beim Anbieter nachzufragen oder in den Unterlagen nachzuschauen, ob die bisherige Anlageform gegen einen Fondssparplan mit günstigen ETFs eingetauscht werden kann. Als Alternative bietet sich aber auch ein Wechsel zu einem anderen Anbieter an.

Dabei bleibt das eingezahlte Kapital samt Zulagen trotz Investition in den Aktienmarkt gesichert, denn das ist beim Riestern staatlich garantiert.

Voraussetzungen für Vertragswechsel beachten

Der Wechsel des Vertrags ist oft nur unter bestimmten Bedingungen möglich, die sich von Riester-Anbieter zu Riester-Anbieter unterscheiden. Oft darf zum Beispiel das zu transferierende Kapital eine bestimmte Summe nicht übersteigen.

Außerdem sind die Riester-Anbieter nicht dazu verpflichtet, Wechselkandidaten zu übernehmen. Es ist daher wichtig, sich vor einem Wechsel eingehend zu informieren – über entstehende Kosten beim alten Riester-Anbieter ebenso wie über die Konditionen des neuen Anbieters. Bei einem Wechsel können außerdem zusätzliche Gebühren anfallen, ebenso wie Abschlussprovisionen und weitere Kosten.

Bei dem Wechsel zu einem deutlich ertragreicheren Riester-Vertrag können sich Mühe und Kosten trotzdem lohnen – ein Gespräch mit einem Finanzberater sorgt hier für Klarheit.

Bei Verträgen mit negativer Rendite Zahlungen aussetzen

Eine Alternative zum Wechsel kann ein Aussetzen des Riester-Vertrags sein. Das ist eventuell sinnvoll, wenn hohe Gebühren zu einer negativen Rendite führen. Der Vorteil: Anders als bei der Kündigung des Vertrags gehen beim Aussetzen keine Gelder verloren. Denn der Anbieter muss das gesamte angesparte Geld plus Zulagen am Ende der Laufzeit auszahlen, trotz eigentlich negativer Rendite.

Zudem lässt sich das Geld, welches vorher jährlich in den Riester-Vertrag floss, anschließend für eine weitere Altersvorsorge verwenden. Zum Beispiel für einen neuen Riester-Vertrag mit besserer Rendite.

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