Quelle: Unbekannt

Ein besonderes Augenmerk sollte der Hobbygärtner nach dem Winter auf den Boden und insbesondere auf den Rasen legen. Jedoch gilt es dabei einiges zu beachten.

Kaum ist der Schnee geschmolzen und die Frühlingssonne lacht vom Himmel, schlägt das Herz eines jeden Hobbygärtners höher, kann er sich doch jetzt wieder seiner Lieblingsbeschäftigung widmen.

Das ist bei der Rasenpflege wichtig

Bevor Hobbygärtner den Rasenmäher erstmals einsetzen, müssen sie den Rasen komplett von den Spuren der kalten Jahreszeit befreien. Das bedeutet: Kleine Äste und Herbstlaub müssen gründlich abgeharkt werden. Aber Vorsicht: Vor allem unter liegen gebliebenem Laub besteht die Gefahr, dass sich feuchte Stellen gebildet haben, welche vor dem Mähen trocknen müssen. Dann geht es darum, die Hinterlassenschaften der Maulwürfe zu beseitigen. Die Deutsche Rasengesellschaft mit Sitz in Bonn empfiehlt dazu: „Die Gänge werden angetreten, die Haufen am besten breit gestreut und dann der Boden am Ausgang festgetreten.“

Erst dann sollten Hobbygärtner den nächsten Schnitt durchführen. Dieser hat eine ganz entscheidende Funktion für das Gedeihen des Rasens im weiteren Verlauf des Jahres. Das gilt übrigens für jede der in Deutschland verbreiteten Rasensorten, nämlich Deutsches Weidelgras, Rispengras, Straußgras und Schwingel. Wie dieses Saatgut zusammengesetzt sein muss, ist in Deutschland übrigens in den DIN-Normen 18917 sowie 18035 geregelt.

Wer sich einen neuen Rasenmäher anschaffen möchte, sollte allerdings vorab einige Tests zu Rate ziehen, um das beste Gerät für seine Grünfläche zu finden. Der Hobbygärtner muss sich dafür aber nicht selbst auf die mühsame Suche im Netz machen. Denn beispielsweise hat das Magazin „Garten Fuchs“ verschiedene Testberichte zu Akku-Rasenmähern gesammelt, die auf der Webseite zu finden sind.

Wichtig: die Ruhezeiten

Ärger können sich die Hobbygärtner insbesondere einhandeln, wenn sie sich nicht an die gesetzlichen Ruhezeiten halten. Doch einfach zu gewohnten Zeiten zu mähen, ist eine schlechte Idee. Der Grund: durch eine neue EU-Verordnung wurden nunmehr die erlaubten Betriebszeiten für insgesamt 57 verschiedene Gartengeräte festgelegt. Demnach gibt es große Unterschiede, je nachdem ob der Hobbygärtner mit einem Bohrer, einer Heckenschere oder einem Rasenmäher arbeitet.

Das erwartet Hobbygärtner außerdem im Frühjahr

Auf den meisten Rasenflächen sind nach den Wintermonaten einige Stellen verfilzt, teilweise hat sich aufgrund der Staunässe sogar Moos ausgebreitet. Während man in Großstädten derzeit mit Mooswänden zur Luftreinigung experimentiert, ist das Geflecht im Rasen nicht gern gesehen. Die betroffenen Flächen müssen auf jeden Fall im Frühling bearbeitet werden, weil ansonsten die Gefahr besteht, dass das Moos die Rasenpflanzen Stück für Stück verdrängt.

Deshalb ist es wichtig, den Rasen zu Beginn der schönen Jahreszeit auch zu vertikutieren. Dabei werden die Verfilzungen und Moosflechte, aber auch abgestorbene Rasenpflanzen herausgerissen. Darüber hinaus wird beim Vertikutieren das Wurzelgeflecht des Mooses zerstört, sodass die Gefahr, dass dieses nachwachsen könnte, fürs Erste gebannt ist. Jedoch muss der Hobbygärtner darauf achten, dass die Messer des Vertikutierers maximal bis zu drei Millimeter tief in den Boden eindringen. Ansonsten wird der Rasen zu stark beschädigt.

An Stellen an denen Moos entfernt wurde, hat sich der Rasen möglicherweise ausgedünnt. Hier sollte also unbedingt neu eingesät werden. Damit der Rasen auch auf lange Sicht frei von Moos bleibt, empfiehlt es sich, die Rasenfläche zu kalken. Kalk reguliert den pH-Wert des Bodens, weil Unkräuter und Moos bevorzugt auf sauren Böden wachsen und beugt so erneuten Befall vor. Hobbygärtner sollten allerdings darauf achten, dem Rasen vor der weiteren Pflege eine kurze Pause zu gönnen.

Rasendünger verwenden

Sobald der Kalk in den Boden eingedrungen ist und sich aufgelöst hat, sollte der Rasen gedüngt werden. Das ist vor allem im Frühling wichtig, weil das Gras durch den Dünger alle wichtigen Nährstoffe erhält, die es nach den Wintermonaten braucht.

Jedoch sollte ein spezieller Rasendünger verwendet werden, weil dieser optimal auf den Nährstoffbedarf der Rasenfläche abgestimmt ist. Der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde empfiehlt, den Dünger idealerweise mit einem Düngestreuer auszustreuen. Dadurch wird eine gleichmäßigere Verteilung gewährleistet.

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