Knapp viereinhalb Meter lang und als Turbobenziner oder Turbodiesel erhältlich: Der Renault Kadjar. Foto: Renault - Renault

Mit 450 000 verkauften Exemplare liegt Renault mit seinem Kadjar auf dem richtigen Kurs – jetzt gab es ein Facelift für das Erfolgsmodell.

EsslingenMit dem Kadjar hat Renault vor gut drei Jahren ein SUV auf die Straße geschickt, das nicht nur die Lücke in der Kompaktklasse der Franzosen geschlossen hat, sondern auch zu einem ernsthaften Konkurrenten des Platzhirsches VW Tiguan mutiert ist. Wie man ein erfolgreiches SUV platziert, hatte ja zuvor Renaults Allianzpartner Nissan schon mit dem Qashqai vorgemacht. Da lag es nahe, den Kadjar auf der gleichen Plattform aufzubauen. 450 000 verkaufte Exemplare seither belegen, dass Renault mit dem Kadjar auf dem richtigen Kurs ist.

Jetzt ist das SUV durchgestartet. Zur Halbzeit der ersten Generation hat Renault den 4,45 Meter langen Kadjar überarbeitet. Zu den Updates zählen unter anderem ein breiterer Kühlergrill und neu gestaltete Stoßfänger. Die C-förmigen Tagfahrlichter nehmen nun auch die LED-Blinker auf. Außerdem sind für das Modell neue Räder in 17 und 19 Zoll sowie drei neue Farben zu bekommen. Das Basismodell kostet 23 090 Euro und hat einen 140 PS starken Benziner unter der Haube.

Überhaupt die Motoren: Sie sind neu, beziehungsweise überarbeitet, und das Wichtigste beim Facelift. Zwei Turbobenziner (140 und 159 PS) und zwei Turbodiesel (1,5 Liter mit 115 PS und 1,7 Liter mit 149 PS) stehen zur Wahl. Alle Motorisierungen sind nach dem neuen WLTP-Zyklus homologiert und erfüllen dank modernster Abgasreinigung die Schadstoffnorm Euro 6d-Temp. Weitere Kennzeichen der Downsizing-Vierzylinder sind Direkteinspritzung und Start-Stopp-System. Alle Motorisierungen sind mit dem 6-Gang-Schaltgetriebe kombiniert. Einige Versionen werden auch mit 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe angeboten.

Wichtigste Neuerung innen ist der nahtlos in die Oberfläche der Mittelkonsole integrierte 7-Zoll-Touchscreen für das Online-Infotainmentsystem Renault R-Link 2. In die Benutzeroberfläche integriert sind Funktionen wie An/Aus, Home oder die Lautstärkeregelung, die bislang mit eigenen Tastern neben dem Bildschirm bedient wurden. Das System erlaubt außerdem die Smartphone-Integration über Apple CarPlay und Android Auto. Damit können User beliebte mobile Apps von ihrem Endgerät schnell und intuitiv über die Bedienelemente des Fahrzeugs nutzen – per Sprachsteuerung, am Lenkrad oder über den Touchscreen. Der überarbeitete Kadjar ist ab sofort auch als Allradversion verfügbar, und zwar in Kombination mit dem zuletzt dazu gekommenen 1,7-Liter-Diesel mit 149 PS. Per Drehknopf kann der Fahrer bei dem variablen Allradantrieb zwischen drei Antriebsarten wählen: kraftstoffsparendem Frontantrieb, sich automatisch aktivierendem Allradantrieb bei Traktionsverlust sowie starrem Allradmodus für schwieriges Terrain und winterliche Verhältnisse.

Der Kadjar zeichnet sich durch eine flexible und komfortable Lademöglichkeit aus. Die im Verhältnis 60:40 teilbare Rückbanklehne lässt sich je nach Ausstattung mit dem sogenannten Easybreak-System vom Kofferraum aus per Tastendruck vorklappen. Zusätzlich kann die Beifahrersitzlehne umgelegt werden, um extralange Gegenstände und Sportgeräte zu transportieren. Für noch mehr Variabilität sorgt der variable Kofferraumboden. In der oberen Position ermöglicht er bei umgeklappten Rückbanklehnen einen durchgängig ebenen Ladeboden. In der unteren Position steht das maximale Ladevolumen von 472 Litern zur Verfügung.

Ebenfalls praktisch: Je nach Ausstattung verhindert ein Gepäckraumteiler, dass lose Gepäckstücke umfallen oder umherrutschen. Zusätzlich stehen im Innenraum Ablagen mit einem Gesamtvolumen von 30 Litern zur Verfügung.

Dank seiner kompakten Abmessungen und des Wendekreises von 10,72 Metern kommt der Kadjar auch im Stadtverkehr gut zurecht. Einen wesentlichen Beitrag hierzu leisten auch die Rückfahrkamera, Parksensoren, die den Bereich von 360 Grad rings um das Fahrzeug scannen, und der Einparkassistent, der den Kadjar selbstständig in Parklücken lenkt. Der Fahrer muss dabei nur noch etwas Gas geben und bremsen. Maßstäbe setzt der Kadjar ebenso in der aktiven Sicherheit. Hierfür sorgt ein breites Angebot an radar- und kamerabasierten Assistenzsystemen, darunter Notbremsassistent, Spurhalte-Warner, Toter-Winkel-Warner und die Verkehrszeichenerkennung.

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