Drei Schulen im Rems-Murr-Kreis bereiten ihre Schüler besonders vorbildlich auf deren spätere Berufs- und Studienwahl vor. Welche das sind, lesen Sie hier.
Drei Schulen im Rems-Murr-Kreis engagieren sich offensichtlich besonders bei der Vorbereitung ihrer Schüler auf die Berufs- und Studienwahl. Dafür sind die Gemeinschaftsschule im Bildungszentrum Weissacher Tal, die Reinhold-Nägele-Realschule in Weinstadt und das Backnanger Gymnasium in der Taus mit dem sogenannten BoriS, dem Berufswahl-Siegel Baden-Württemberg, neu oder erneut ausgezeichnet worden. Die Gemeinschaftsschule im Bildungszentrum in Weissach im Tal und die Weinstädter Realschule wurden erstmals, das Taus-Gymnasium schon zum zweiten Mal zertifiziert.
Mit dem Zertifikat würdigen die Projektträger – Industrie- und Handelskammer (IHK) Region Stuttgart, Handwerkskammer (HWK) Region Stuttgart und die Unternehmer Baden-Württemberg (UBW) – Bildungseinrichtungen, die sich besonders für die berufliche und akademische Orientierung ihrer Schülerinnen und Schüler engagieren.
Siegel wird für drei Jahre verliehen
„Jeder Jugendliche sollte die Schule mit einer Grundidee für den eigenen beruflichen Werdegang verlassen. Dafür braucht es ein umfassendes Berufsorientierungskonzept an den Schulen“, erklärte Johannes Krumme, UBW-Referatsleiter für Schul- und Berufsbildungspolitik, anlässlich der Preisverleihung an diesem Dienstag. Genau hier setzten die Kriterien für das Berufswahlsiegel an.
Die Schulen hätten mit ihren Projekten und Initiativen ein mehrstufiges Auswahlverfahren durchlaufen, heißt es seitens der Handwerkskammer. Das „BoriS – Berufswahl-Siegel“ gilt für drei Jahre. Danach können sich die Bildungseinrichtungen für weitere fünf Jahre rezertifizieren lassen.
„Die zertifizierten Schulen übernehmen eine Vorreiterrolle: Sie zeigen den Schülerinnen und Schülern frühzeitig die Vielfalt beruflicher Möglichkeiten auf“, sagt Andrea Bosch, Leiterin Abteilung Berufliche Bildung und Fachkräfte der IHK Region Stuttgart.
Regionale Wirtschaft soll profitieren
Die steigende Zahl an jungen Menschen ohne Berufsbildung und die Zahl der unbesetzten Ausbildungsplätze macht laut der Handwerkskammer Region Stuttgart deutlich, wie wichtig eine ergebnisoffene und vorurteilsfreie Berufsorientierung an Schulen ist. „Junge Menschen brauchen den Raum, durch eigene Erfahrungen in Praktika ihre Talente und Neigungen zu entdecken“, erklärte Jan Deike, Geschäftsführer für den Bereich Berufliche Bildung der Handwerkskammer Region Stuttgart. „Deshalb freut es uns sehr, dass die zertifizierten Schulen die Jugendlichen in der Berufsorientierung aktiv unterstützen.“ Das komme schließlich auch der regionalen Wirtschaft zugute: Denn die Betriebe bräuchten dringend gut ausgebildete Fachkräfte, so Deike.