Frische Brötchen und Brezeln machen das Weihnachtsfrühstück perfekt. Doch welche Bäckereien öffnen an den Feiertagen?
Frische Brezeln und Brötchen gehören für viele zu einem gemütlichen Sonn- oder Feiertagsfrühstück dazu. Allerdings haben diese Backwaren einen Preis: Jemand muss sie produzieren und daher in der Nacht zuvor arbeiten. Genau das ist der Grund, wieso es beispielsweise bei der Bäckerei Schöllkopf aus Waiblingen (Rems-Murr-Kreis) an den Weihnachtsfeiertagen und am Neujahrstag keine frischen Backwaren gibt. Sämtliche Filialen sind am ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag sowie am 1. Januar geschlossen. An Heiligabend und an Silvester haben die Filialen der meisten Bäckereien im Rems-Murr-Kreis hingegen mindestens bis zum Mittag geöffnet, manche auch bis zum frühen Nachmittag.
Seine Beschäftigten sollen in Ruhe Weihnachten und den Jahreswechsel verbringen können, findet Bäckerei-Chef Hermann Schöllkopf: „Wenn wir am zweiten Weihnachtsfeiertag offen hätten, müssten unsere Mitarbeiter am ersten Weihnachtsfeiertag ab abends arbeiten und könnten nicht richtig feiern.“ Ihm selbst komme das auch zugute, sagt er. Denn wenn es in der Produktion zu Schwierigkeiten kommen würde, wäre er natürlich auch zur Stelle. Und abgesehen von Weihnachten, Neujahr und dem Karfreitag seien seine Filialen ja das ganze Jahr über jeden Tag geöffnet.
Generell sei die Adventszeit wie in fast jeder Branche ein bisschen stressig, was auch mit den vermehrten Krankheitsfällen zusammenhänge, sagt der Firmenchef. Wobei die Hektik in dieser Zeit in den letzten Jahren eher abgenommen habe. Hermann Schöllkopf führt das auch auf ein verändertes Ess- und Einkaufsverhalten zurück. Typisches Adventsgebäck wie Stollen, Früchtebrot oder Gutsle sei längst nicht mehr so gefragt wie früher: „Viele jüngere Leute backen das gerne selbst, andere haben Probleme mit Zutaten wie Nüssen oder mögen keine Rosinen, kein Orangeat und Zitronat.“ Älteren schmecke das Traditionsgebäck zwar oft noch, sie dürften aber häufig aus gesundheitlichen Gründen nicht zugreifen.
Auch Croissants gibt es mancherorts an den Feiertagen
Viele Bäckereien im Kreis halten es wie Schöllkopf, schließen über die Weihnachtsfeiertage und öffnen ihre Läden wieder am Samstag, 27. Dezember. Dazu gehören große Betriebe mit vielen Filialen, beispielsweise die Bäckerei Maurer aus Winnenden, ebenso wie etwa das Backnanger Café Weller.
Bei Emil Reimann Remstal hält man es anders: Die Tochterfirma der in Dresden ansässigen Großbäckerei Emil Reimann hat eine eigene Backstube in Kernen-Stetten und schließt am zweiten Weihnachtsfeiertag bei einigen ihrer Filialen die Türen zumindest für einige Stunden auf, damit sich die Kundschaft mit frischem Backwerk eindecken kann. Rechtzeitig vor den Feiertagen setzten sich die Filialleitungen zusammen und planten, wie viel Personal vonnöten sei und wer arbeite, berichtet eine Mitarbeiterin. „Wir haben Aushilfen, die gerne einspringen, damit das Stammpersonal frei hat.“
„Frische Brötchen an Weihnachten: Einige Cafés öffnen am 26. Dezember“
Am 26. Dezember geöffnet hätten beispielsweise einige Café-Filialen, die sehr gut besucht seien. Zudem gebe es an manchen Standorten Läden, die erfahrungsgemäß gut frequentiert seien und ebenfalls geöffnet hätten. „Es ist für die Leute schön, wenn sie an Weihnachten frische Brötchen kaufen können.“ An Neujahr hingegen lässt auch Emil Reimann Remstal alle seine Bäckereifilialen zu.
Am 26. Dezember, dem zweiten Weihnachtsfeiertag, sind folgende Geschäfte geöffnet:
- Waiblingen Korber Höhe Salierstraße 1, 8 bis 11 Uhr; Hegnach Hauptstraße 59, 8 bis 11 Uhr; Neustadt Birkhanstraße 1, 8 bis 11 Uhr
- Kernen Rommelshausen, Karlstraße 33, 8 bis 17 Uhr; Stetten Schiemerweg 8 bis 13 Uhr
- Leutenbach Rewe Nellmersbach Maybachstraße 5, 8 bis 11 Uhr
- Schwaikheim Seitenstraße 1, 8 bis 11 Uhr
- Schorndorf Karlstraße 2, 7.30 bis 17 Uhr