Der Sommer ist kurzfristig zurück. Wir zeigen Ausflugsziele für Familien, die sich lohnen und nur wenig oder gar keinen Eintritt kosten.
Ausflüge mit der Familie können ins Geld gehen. Das muss aber nicht sein, denn es gibt lohnenswerte Ziele, die gar nicht teuer sind. Hier einige Ausflugstipps für Familien, die entweder gratis sind oder nur wenig Eintritt kosten.
1. Tierbegegnungen in der Talaue
Für einen Besuch des Landschaftsparks Talaue vor den Toren der Waiblinger Altstadt (Rems-Murr-Kreis) sollte man einen halben Tag einplanen. An den Remsterrassen der Erleninsel können Kinder durch flaches Wasser waten. Beim Hallenbad gibt es ein Flachwasserbiotop, das als naturnaher Wiesenbach angelegt ist – hier lassen sich Fische und Frösche beobachten. Das Gelände drumherum beweiden urige schottische Hochlandrinder. Wer am Talauensee vorbei und bis zur Rundsporthalle geht, kann in einem Altarm der Rems eine Kolonie Schildkröten entdecken.
Weitere Highlights im Talauenpark sind eine Skatebowl, die internationalen Wettkampfstandards entspricht, Spielplätze für jüngere und ältere Kinder, ein Bienenhaus mit Schautafeln, ein Kneippbecken und ein Spielgolfplatz, der allerdings gebührenpflichtig ist. In der Talaue gibt es Sitzgelegenheiten an sonnigen und schattigen Plätzen – ein prima Ort für Picknicks.
- Öffnungszeiten: Rund um die Uhr
- ÖPNV: Vom Waiblinger Bahnhof mit Bus Nr. 201, 202, 204, 207, 209 und 210 zur Haltestelle Bürgerzentrum
- Auto: Kostenfreier Parkplatz Rundsporthalle (Beinsteiner Straße 160) oder am Hallenbad, An der Talaue 10 (gebührenpflichtig)
- Essen: Biergarten Schwanen, Winnender Straße 4, oder Biergarten und Lokal L’Arca, Oberer Ring 1
2. Zügle fahren und Matsch-Spaß
Definitiv kein Ort für allzu wasserscheue Menschen ist das Freizeitgelände Lehmgrube im Nurmiweg im Fellbacher Ortsteil Schmiden: Hier können Kinder im und am Wasser spielen. Ein Pumpenbrunnen sorgt für genügend flüssigen Nachschub, der sich mit Schleusenklappen regulieren lässt. Auf dem Gelände gibt es einen Grillplatz und eine weitläufige Wiese. Durch den naturnahen Park fährt an bestimmten Tagen eine von einem Verein betriebene Parkbahn. Die nächste Fahrt ist für Sonntag, 28. September, angekündigt. Fahrbetrieb ist dann ab 14 Uhr, der letzte Zug fährt um 17.45 Uhr ab der Haltestelle Schmiden-Stadion. Eine Rundfahrt kostet drei Euro. (Stand: Februar 2025). Für 15 Euro ist eine Sechser-Karte erhältlich. Kinder unter zwei Jahren fahren in Begleitung eines Erwachsenen kostenlos.
- Öffnungszeiten: Freizeitgelände – rund um die Uhr
- ÖPNV: Bus 60 von Haltestelle Lutherkirche oder Bahnhof Fellbach in Richtung Oeffingen, Haltestelle Schmiden
- Auto: Parkplatz am Nurmiweg
- Essen: Ristorante Stadio, Nurmiweg 4
3. Leitern, Spritzen und Feurio
Vom simplen Ledereimer über Handdruckspritzen und schmucke Oldtimer bis zum original eingerichteten Luftschutzkeller aus dem Zweiten Weltkrieg: Das Feuerwehrmuseum in Winnenden zeigt am Winnender Bahnhof mehr als 250 Jahre Feuerwehrgeschichte anhand von unzähligen Exponaten. Dazu gehören Schätze wie eine Automobilspritze Benz-Gaggenau aus dem Jahr 1925, für deren Restaurierung die Feuerwehr Winnenden zwölf Jahre gebraucht hat. Auch einige Kuriositäten sind zu sehen, beispielsweise eine umfangreiche Sammlung von Feuerwehrmützen und Helmen aus aller Welt. Besucher erfahren auch, wieso Feuerwehrleute einst ganz in Weiß gekleidet waren. Für Kinder gibt es eine Spielecke, natürlich zum Thema Feuerwehr.
- Öffnungszeiten: Samstags und sonntags 10 bis 12.30 Uhr. Eintritt: Erwachsene fünf Euro, Kinder 2,50 Euro, Familienkarte 11,50 Euro
- ÖPNV: S 3 oder Regionalzug bis Bahnhof Winnenden, das Museum ist in der Bahnhofstraße 2
- Auto: Auf den Park-and-Ride-Plätzen am Bahnhof parkt man am Wochenende kostenlos
- Essen: Im Museumsbistro gibt es Snacks
4. Musik mal anders: Instrumenten-Schleuder und Summstein
Maximal einen Euro muss man für den Besuch des musikalischen Erlebniswegs Rietenauer Tonspur in Aspach-Rietenau einplanen. So viel kostet die Holzmurmel, die an einigen der zwölf Stationen auf dem Weg rund um Rietenau zum Einsatz kommt – zum Beispiel in der Murmel-Klapperkiste, der Murmel-Musikbahn oder der Instrumenten-Schleuder. Besucher können aber auch auf einem zur Hohlschlitztrommel umfunktionierten Baumstamm musizieren oder einen Summstein ausprobieren. Den rund fünf Kilometer langen Erlebnisweg hat die Jugend des Musikvereins Rietenau während der Corona-Zeit ausgeheckt und umgesetzt. Die Tour ist gut ausgeschildert, an jeder Kreuzung weist der „Schlaubär“ mit seiner dicken Tatze die Richtung. Die landschaftlich schöne Route führt durch Streuobstwiesen und am Waldrand entlang auf asphaltierten Wegen. Nur ein kurzes Stück verläuft der Weg auf einem Waldpfad, der nicht barrierefrei ist, aber problemlos umfahren werden kann. Unterwegs gibt es viele sonnige und schattige Rastplätze, am Ende des Rundgangs wartet ein Spielplatz.
- Öffnungszeiten: Rund um die Uhr
- ÖPNV: S 3 oder Regionalexpress bis Bahnhof Backnang, umsteigen in Buslinie 367 Richtung Kleinaspach, Ausstieg an der Haltestelle Rietenau. Von dort sind es 300 Meter bis zum Startpunkt
- Auto: Parkplätze gibt es gegenüber dem Gebäude Trinkgasse 26, Aspach-Rietenau
- Essen: Vereinsheim El Greco mit Biergarten, Brunnengässle 34
5. Fröhliche Wasserspiele
Die Schelmenklinge bei Lorch (Ostalbkreis) gleich hinter der Kreisgrenze ist schon an sich einen Besuch wert: In der etwa 800 Meter langen Schlucht krallen sich hohe Bäume an den steilen Hängen fest, und große, bemooste Steinklötze bilden beeindruckende Felsformationen. Beliebt ist sie bei Kindern vor allem wegen der knapp 30 Wasserspiele, die von Mai bis Oktober entlang des Bachs aufgebaut sind. Dank Wasserkraft hämmert da ein Specht ohne Unterlass auf einen Baum ein, eine Bäckerin schiebt Brot in den Ofen, in einem Karussell drehen sich bunte Spielzeugautos und aus den Kaminen eines Hochzeitshauses schauen mal ein Schornsteinfeger, mal ein Storch mit einem Baby im Schnabel hervor.
- Öffnungszeiten: Die Schelmenklinge ist rund um die Uhr zugänglich, die Wasserspiele sind von Mai bis Oktober aufgebaut
- ÖPNV: Die Schelmenklinge ist nur zu Fuß erreichbar. Ausgangspunkt ist der Bahnhof Lorch, von dort ist der etwa 2,5 Kilometer lange Weg bis zum Anfang der Schlucht ausgeschildert
- Auto: Kostenloser Park & Ride Platz am Bahnhof Lorch, Poststraße
- Essen: Eiscafé San Marco, Hauptstraße 11
6. Besuch beim Erfinder der Motorkutsche
Gottlieb Daimler hat Automobil-Geschichte in Bad Cannstatt geschrieben. Geboren und aufgewachsen ist der Sohn eines Bäckers in einem Fachwerkhaus in der verwinkelten Schorndorfer Höllgasse. Im Haus Nummer 7 können Besucher heute auch so manches sehen und über den Erfinder erfahren, was weniger bekannt ist. Zum Beispiel, dass Gottlieb Daimler ein talentierter Zeichner war. Das Museum zeigt auch persönliche Gegenstände des Tüftlers und sein Gesellenstück, das rein gar nichts mit Autos zu tun hat. Der Eintritt ist frei.
- Öffnungszeiten: Dienstags bis freitags 14 bis 17.30 Uhr, samstags und sonntags 11 bis 17 Uhr
- ÖPNV: Vom Bahnhof Schorndorf sind es wenige Minuten zu Fuß in die Höllgasse 7
- Auto: Mehrere kostenpflichtige Parkplätze in der Nähe, zum Beispiel Unterer Marktplatz oder Parkplatz Bantel, Wallstraße 20
- Essen: Zahlreiche Lokale rundum, etwa das nach Daimlers Frau benannte „Emmas“, Höllgasse 17