Fatih Akin vor der Aufführung seines Films „Tschick“ im Autokino auf dem Heiligengeistfeld in Hamburg Foto: dpa/Daniel Reinhardt

Für den Hamburger Filmregisseur Fatih Akin („Aus dem Nichts“) hat die Corona-Krise eine besondere Premiere gebracht: Er hat zum ersten Mal ein Autokino besucht. Das Format könne helfen, das Kino am Leben zu erhalten, sagt er.

Hamburg - Der Hamburger Regisseur Fatih Akin war in diesem Sommer zum ersten Mal in seinem Leben in einem Autokino. „Ich war nur einmal im Autokino. Und zwar, vorletzte Woche als ich meinen Film „Soul Kitchen“ hier vorgestellt habe“, sagte der 46-Jährige am Sonntag in Hamburg, bevor sein Film „Tschick“ über die Leinwand des Autokinos auf dem Heiligengeistfeld flimmerte. Er kann sich durchaus vorstellen, dass das Autokino als zusätzliches Angebot zum Filmegucken auch künftig Bestand haben könnte. „Wenn es ein Publikum dafür gibt, warum nicht. Ich fand das jetzt optimal während der Corona-Zeit, dass das gemacht wurde.“ Zudem sei es eine gute Sache, dass mit Aktionen wie diesen auch die Kinos irgendwie gerettet werden sollen. „Und ja klar, es war für mich die Gelegenheit, erstmals ein Autokino von innen zu sehen – ohne Auto, mit Fahrrad.“

Roadmovies haben was von „Virtual Reality“

Er könne sich aber durchaus vorstellen, noch einmal mit seinem Auto für eine Spielfilmlänge vorbeizuschauen. „Mit dem richtigen Film zur richtigen Zeit, ja klar.“ Seiner Meinung nach eignen sich vor allem Autofilme wie „Bullit“ oder Roadmovies wie „Tschick“ für die Autokino-Leinwand. Das habe was von „Virtual Reality“, so der Hamburger Filmemacher. „Man erlebt es noch mit einer anderen Dimension.“ So könnten die Zuschauer den Ort, der im Film vorkommt, also das Auto, noch einmal physisch erleben.

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