Endstation Kornwestheim: fährt die Schusterbahn bald weiter?Foto: Lichtgut/Max Kovalenko Foto:  

Die Corona-Pandemie schlaucht auch den Nahverkehr, weil weniger Fahrgäste unterwegs sind. Da ist es mutig, in den Ausbau der S-Bahn zu investieren, findet unser Redakteur Thomas Durchdenwald.

Stuttgart - Auch wenn es in manchen S-Bahnen bereits wieder so eng ist, dass Abstandsregeln nicht einzuhalten sind, die Corona-Pandemie hat Busse und Bahnen zeitweise leer gefegt. In der S-Bahnstation Hauptbahnhof werden normalerweise mehr als 120 000 Menschen pro Tag gezählt, zwischenzeitlich waren es 20 000, mittlerweile sind es gut 50 000. Nahverkehrsexperten wären mehr als froh, wenn sie Ende des Jahres bei den Vor-Corona-Zahlen wären, in der Region wird in der Branche mit einem Minus von 200 Millionen Euro gerechnet. Vor diesem Hintergrund sind die Beschlüsse der Region, längere und mehr S-Bahnen fahren zu lassen und einen Dauerbetrieb auf der Schusterbahn anzustreben, bemerkenswert und mutig zugleich. Bemerkenswert, weil sie damit ein Zeichen setzt, am Ausbau des Nahverkehrs auch in schwierigen Zeiten festzuhalten. Mutig, weil die Finanzlage schwer vorherzusehen ist.

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