Die Polizei ist gegen Kriminelle in mehreren Bundesländern vorgegangen, denen unter anderem das sogenannte Cybergrooming vorgeworfen wird. (Symbolbild) Foto: picture alliance/dpa/Oliver Berg

Eine Razzia der Polizei gegen Kinderpornografie hat in mehreren Bundesländern stattgefunden. Die Beamten durchsuchten 50 Objekte. Die meisten davon sind in Bayern, zwei in Stuttgart.

München - Bei einer großangelegten Kinderpornografie-Razzia haben Ermittler mehr als 50 Objekte in Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen durchsucht. 51 Menschen werden beschuldigt, Darstellungen von sexuellem Kindesmissbrauch besessen und verbreitet oder sich durch das sogenannte Cybergrooming selbst des sexuellen Kindesmissbrauchs strafbar gemacht zu haben. Cybergrooming ist die Kontaktnahme zu einem Kind über das Internet mit der Absicht des sexuellen Missbrauchs. Es sei die bislang „größte koordinierte Durchsuchungsaktion zu Kinderpornografie“ im Freistaat gewesen, sagte der bayerische Justizminister Georg Eisenreich (CSU) am Mittwoch in München.

Der Großteil der durchsuchten Objekte war mit 49 in Bayern. Daneben wurden zwei weitere in Stuttgart und Hannover überprüft. „Die Täter kommen aus allen Altersgruppen, allen Berufsgruppen, allen sozialen Schichten und allen Regionen“, sagte Eisenreich. Die Aktion trug den Titel „Operation Weckruf“. Smartphones, Computer und Datenträger wurden sichergestellt. 213 Polizeibeamte waren im Einsatz.

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