Ein 36-Jähriger hat sich über eine virtuelle Plattform mit einem Unbekannten auf dem Esslinger Zollberg verabredet. Das hatte fatale Folgen.
Die Ermittlungen wegen des R aubüberfalls auf einen 36-Jährigen am Sonntagabend auf dem Esslinger Zollberg dauern weiter an. Die Polizei rät im Zusammenhang mit diesem Vorfall zur Vorsicht bei Online-Datings und im Umgang mit virtuellen Plattformen.
Die Suche nach den Verdächtigen läuft nach Angaben der Polizei auf Hochtouren. Ein 36-Jähriger hatte sich ihren Angaben zu Folge im Bereich des Schulzentrums auf dem Zollberg mit einem Unbekannten über eine Dating-App verabredet. Nach einem kurzen Gespräch gingen die beiden Männer wohl in die Traifelbergstraße, wo der 36-Jährige plötzlich von drei mit schwarzen Hauben mit Augenschlitzen maskierten Männern angegriffen worden sein soll.
Im weiteren Verlauf sollen sie laut Polizei ihr Opfer geschlagen, zu Boden geworfen und gefesselt haben. Der Mann wurde wohl in ein kleines Gartengrundstück in der Nähe gebracht, mit einem Messer bedroht und zur Herausgabe von Kontodaten und Handy-Pin gezwungen. Geldbörse, Mobiltelefon und persönliche Gegenstände seien gestohlen worden. Die Unbekannten flüchteten nach der Tat der Polizei zufolge in eine unbekannte Richtung. Der Geschädigte wurde von einem Rettungsdienst zur Untersuchung und Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.
Vorfall auf dem Esslinger Zollberg wurde erst später der Polizei gemeldet
Der Vorfall ereignete sich am Sonntagabend gegen 19.30 Uhr, wurde der Polizei aber erst später angezeigt. Durch die Verzögerung seien die Fahndungsmaßnahmen erschwert. Die Ermittlungen würden aber laufen.
Die Polizei warnt mit Blick auf den Vorfall vor den Gefahren von Online-Datings. Es sei empfehlenswert, im Vorfeld soviel wie möglich über die zu treffende Person herauszufinden, sagt Christian Wörner vom auch für den Landkreis Esslingen zuständigen Polizeipräsidium Reutlingen: „Man sollte nicht allzu blauäugig vorgehen.“ Ratsam könne es sein, Freunde, Familie oder Bekannte von dem geplanten Rendezvous zu unterrichten. Als Treffpunkt seien belebte, beleuchtete Orte besser als dunkle Ecken.
Nie in einer Wohnung oder an einem unbekannten Ort verabreden
Weitere Tipps gibt es unter dem Stichwort „Beim Online-Dating an Herz und Sicherheit denken“ auf der Homepage der Polizei. Verabredungen sollten demnach in einem Lokal oder einer bekannten Gegend, aber nie in einer Wohnung oder an einem unbekannten Ort erfolgen. An- und Abreise sollten selbstständig geplant werden, um nicht von der neuen Bekanntschaft abhängig zu sein. Das Handy sollte aufgeladen mitgeführt werden. Generell rät die Polizei in jedem Fall zur Vorsicht bei virtuellen Plattformen: „Seien Sie zurückhaltend mit der Veröffentlichung persönlicher Daten wie Ihrer Anschrift oder dem Geburtsdatum und mit Auskünften über Ihren Arbeitgeber.“
Mehr dazu steht unter: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/gefahren-im-internet/online-dating/