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Eisenmangel ist vor allem unter Frauen oft ein Problem und bei vielen bleibt der Mangel lange unbemerkt. Anfangs sind die Symptome oft recht unspezifisch und damit nicht so leicht zu erkennen. 

Typisch ist das Eisenmangel Symptom Augenringe, was zusätzlich mit einer fahlen Haut für einen krankes Erscheinungsbild sorgt. Wir klären auf, wie man einen Eisenmangel erkennt und ab wann man unbedingt zum Arzt sollte.

Wofür wird Eisen im Körper benötigt?

Eisen gehört zu den essentiellen Mikronährstoffen, die der Körper für lebenswichtige Stoffwechselprozesse benötigt. 

Das Spurenelement spielt eine zentrale Rolle im Sauerstofftransport, denn Eisen bindet diesen an den roten Blutfarbstoff Hämoglobin. Transportiert wird es über das Transporteiweiß Transferrin. Auf diese Weise werden alle wichtigen Organe mit ausreichend Sauerstoff über das Blut versorgt und ihre Funktion sichergestellt. Zudem ist Eisen selbst an der Bildung von roten Blutkörperchen beteiligt. Das Spurenelement ist notwendig für den Energiestoffwechsel, denn nur mit Hilfe von Eisen kann aus der Nahrung Energie für sämtliche Körperfunktionen gewonnen werden. Auch für eine intakte Immunabwehr wird Eisen im Blut benötigt. Darüber hinaus ist Eisen ein Bestandteil von verschiedenen Enzymen und Proteinen.

Im menschlichen Körper befinden sich insgesamt ca. 2-5 Gramm Eisen, das an verschiedene Proteine gebunden ist und zum größten Teil im roten Blutfarbstoff Hämoglobin wiederzufinden ist. Der restliche Eisengehalt verteilt sich vor allem auf die Organe Leber und Milz sowie das Knochenmark.  

Was ist Eisenmangel?

Unter Eisenmangel wird die unzureichende Versorgung bzw. der Mangel an Eisen im Blut verstanden. Dabei liegt der Bedarf unter der täglich aufgenommenen Menge. Tritt ein Eisenmangel auf, kann das schwerwiegende Folgen für die Gesundheit haben.

Die Aufnahme von Eisen muss über die Nahrung erfolgen, denn der Mensch kann das Spurenelement nicht selbst herstellen. Um den täglichen Bedarf zu decken, benötigt der Körper 1 mg Eisen. Allerdings wird Eisen aus der Nahrung nur in sehr geringen Mengen aus dem Darm resorbiert. Damit der tägliche Eisenbedarf von 1 mg gedeckt werden kann, sollten Männer laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung 10 mg und Frauen 15 mg Eisen täglich aufnehmen. 

Eisenmangel ist weltweit eine der weitesten verbreitete Mangelerscheinung. In Deutschland leiden ca. 10 % der Bevölkerung an Eisenmangel, dabei sind menstruierende Frauen stärker gefährdet als Männer. Untersuchungen zufolge wird von mehr als der Hälfte der Frauen der tägliche Bedarf an Eisen nicht gedeckt. Bei Männern sind es hingegen nur rund 14 %.
Aus einem unbehandelten Eisenmangel kann sich mit der Zeit eine Eisenmangelanämie entwickeln.

Was ist Eisenmangelanämie?

Bei der Eisenmangelanämie handelt es sich um eine Störung in der Blutbildung, die durch einen Mangel an Eisen hervorgerufen wird. Wenn nicht genug Eisen im Körper vorhanden ist, beeinträchtigt das die Bildung des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin und es entsteht eine Blutarmut.

Die Eisenmangelanämie ist die häufigste Ursache für das Auftreten einer Blutarmut. Ausgelöst wird die Anämie in den meisten Fällen durch einen chronischen Blutverlust, seltener durch eine zu geringe Eisenaufnahme oder eine Störung in der Eisenaufnahme.

Wie entsteht Eisenmangel?

Es wird zwischen drei Hauptrisikofaktoren unterschieden, die zu einem Eisenmangel und zu einer Eisenmangelanämie führen können. Dazu zählen Blutverlust, eine unzureichende Aufnahme von Eisen sowie eine Störung der Eisenaufnahme aus dem Verdauungstrakt. Auf der Suche nach der eigentlichen Ursache sollten alle drei Faktoren in Erwägung gezogen werden, um die Entwicklung einer Eisenmangelanämie zu verhindern.
Eisenmangel aufgrund von Blutverlust

In den meisten Fällen tritt ein Eisenmangel aufgrund von (chronischen) Blutverlusten auf. In diesem Fall spielen nicht nur äußere Blutungen eine Rolle, sondern auch innere Blutungen. Die häufigsten Blutungsquellen sind dabei:

- Blutungen im Magen-Darm-Trakt z.B. aufgrund von Geschwüren, Krebserkrankungen, Hämorrhoiden
- Menstruationsblutung, Hypermenorrhö, Menorrhagie, Myome
- Blutungen aus den Harnwegen
- Operationen, Blutabnahmen, Blutspende
- Verlust von Blut wegen Verletzungen
- Dialyse usw.

Frauen, die regelmäßige Monatsblutungen haben, sind besonders gefährdet. Im Schnitt verliert eine Frau während der Menstruation ca. 50-70 ml Blut. Liegt eine Hypermenorrhö, also eine verstärkte Regelblutung vor, ist die verlorene Menge an Blut deutlich höher. Auch bei einer lang andauernden Menstruation von mehr als 7 Tagen erhöht sich das Risiko, übermäßig viel Blut zu verlieren und daraus einen Eisenmangel zu entwickeln. Bis wieder ausreichend rote Blutkörperchen gebildet wurden, können Tage bis hin zu Wochen vergehen.

Eine weitere Risikogruppe sind schwangere und stillende Frauen. Bei ihnen ist der Eisenbedarf fast doppelt so hoch, da der Embryo zusätzlich mit Blut und Sauerstoff bzw. das Neugeborene mit Nährstoffen aus der Muttermilch versorgt werden muss. Hinzu kommt, dass eine Geburt häufig mit großem Blutverlust einhergeht und der Körper danach oft lange Zeit braucht, um die Eisenreserven wieder zu füllen. 

Eisenmangel aufgrund von unzureichender Eisenaufnahme

Eine weitere Ursache für Eisenmangel und die Entstehung einer Eisenmangelanämie ist die unzureichende Aufnahme von Eisen über die Nahrung. Der Tagesbedarf liegt bei 1 mg um einen gesunden Eisenspiegel aufrecht zu erhalten. Der Körper ist jedoch nicht in der Lage, das komplette Eisen aus jedem Lebensmittel aufzunehmen. Die Eisenzufuhr pro Tag muss daher den eigentlichen Eisenbedarf um ein Vielfaches übersteigen.

Eisenmangel aufgrund geringer Eisenzufuhr kommt meist durch unausgewogene Ernährungsgewohnheiten zustande. Vor allem bei Veganern und Vegetariern ist das Risiko für einen Eisenmangel und eine Anämie erhöht, da die tierischen Eisenquellen fehlen. Eisen aus pflanzlichen Quellen wird vom Darm allerdings schlechter aufgenommen, weshalb es auch hier schneller zu Anzeichen eines Eisenmangels kommen kann.

Unverträglichkeiten und Lebensmittelallergien können ebenfalls dafür sorgen, das eisenhaltige Lebensmittel nur begrenzt verzehrt werden können. Das führt dazu, dass der tägliche Bedarf nicht über die Nahrung gedeckt werden kann. Ähnlich ist es bei strengen Diäten, die eine einseitige Ernährung voraussetzen. Dabei wird auf bestimmte Lebensmittel bewusst verzichtet. Auch eine Essstörung kann einen Eisenmangel begünstigen.

Störung der Eisenaufnahme 

Eine gestörte Aufnahme von Eisen ist eine der seltenen Ursachen bei einem Eisenmangel, dennoch sollte das bei der Diagnose nicht außer Acht gelassen werden.
Liegt eine Störung in der Eisenresorption vor, kann der Körper das Eisen aus der Nahrung nicht ausreichend vom Magen-Darm-Trakt aufgenommen werden. Ursache hierfür sind häufig chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie z.B. Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa. Weitere Risikofaktoren, die die Eisenaufnahme behindern, sind Zöliakie oder eine bakterielle Infektion. 

Nicht immer sind körperliche Gegebenheiten der Grund für eine gestörte Eisenaufnahme. Bestimmt Lebensmittel können sich bei übermäßigen Verzehr ebenfalls negativ auswirken. Dazu zählen u.a. Kaffee und Schwarztee. Die in Kaffee enthaltene Phytinsäure sowie die in Schwarztee enthaltenen Tannine beeinträchtigen bei starkem Konsum die Eisenresorption im Körper und erhöhen damit das Risiko für eine Unterversorgung mit Eisen.

Eisenmangel Symptome: Sind Augenringe ein typisches Anzeichen?

Die Symptome von Eisenmangel sind eher unspezifisch, während eine Eisenmangelanämie charakteristische Symptome aufweist. Je nach Stadium des Eisenmangels können unterschiedliche Anzeichen auftreten. Mediziner unterscheiden dabei drei Stadien.

Im ersten Stadium liegt die Eisenzufuhr unter dem täglichen Eisenbedarf. Der Körper greift daher zunächst auf den Eisenspeicher zurück, um die Stoffwechselprozesse weiterhin ausführen zu können. Mit der Zeit leeren sich die Vorräte aus dem Eisenspeicher und der Ferritin-Wert im Blutserum sinkt. Der Ferritin-Wert gibt an, ob die Eisenspeicher erschöpft sind. In diesem Stadium liegt noch keine Blutarmut vor, da noch genügend rote Blutkörperchen gebildet werden können.

Im zweiten Stadium beginnt die Konzentration der roten Blutkörperchen abzunehmen, denn durch das fehlende Eisen wird davon nicht mehr ausreichend im Knochenmark hergestellt. Das führt dazu, dass die Zellen unterversorgt sind. Nun sinkt zusätzlich zum Ferritin-Wert auch noch der Hämoglobin-Wert. Dieser gibt Auskunft darüber, wie hoch der Hämoglobingehalt im Blut ist. In diesem Stadium zeigen Betroffene Symptome eines Eisenmangels:

- Abgeschlagenheit, Müdigkeit, körperliche Schwäche
- blasse Haut und Schleimhäute, Augenringe
- Schwindel
- Konzentrationsstörungen
- Haarausfall, brüchiges Haar und spröde Nägel
- häufige Infekte/ Erkältungen
- Herzklopfen
- Kurzatmigkeit bei Anstrengung

Im dritten und letzten Stadium liegt ein akuter Eisenmangel vor. Die Hämoglobin-Werte liegen nunmehr weit unter dem Normbereich. Durch das Fehlen der roten Blutkörperchen wird nicht mehr ausreichend Sauerstoff im Blut transportiert, um die Zellen und damit die Organe zu versorgen. Als Folge entsteht eine Eisenmangelanämie, bei der betroffene Menschen weitere typische Symptome zeigen:

- Restless-Leg-Syndrom, Muskelkrämpfe
rissige Mundwinkel, gräuliche Zunge
- Frieren
- Herzrasen, Atemnot
- ausbleibende Menstruation
- Sehstörungen, Ohrengeräusche

Diagnostik: Welche Eisenwerte sind normal?

Liegt der Verdacht auf einen Eisenmangel vor, erfolgt die Diagnostik mittels klinischer Untersuchungsmethoden sowie einer Blutuntersuchung im Labor.
Zunächst prüft der Arzt die Krankheitsgeschichte des Betroffenen und untersucht die Herz- und Lungenfunktion. Dabei wird festgestellt, ob der Patient über für einen Eisenmangel typische Symptome klagt wie z.B. Müdigkeit, Schwäche oder Kurzatmigkeit. Auch äußerliche Symptome wie blasse Haut und Schleimhäute und Augenringe werden examiniert. 

Mit Hilfe einer Blutuntersuchung kann der Mediziner anschließend genau feststellen, ob ein Eisenmangel vorliegt und ob bereits das Stadium einer Anämie vorliegt. Von großer Bedeutung sind dabei folgende Werte:

Hämoglobinwert: Der normale Hämoglobinwert liegt bei (nicht schwangeren) Frauen bei 12 g/dl. Bei Männern sind es 13 g/dl. 

Erythrozytenzahl: Ein normaler Erythrozyen-Wert bewegt sich bei Frauen zwischen 3,9 - 5,5 Millionen pro Mikroliter. Bei Männern liegt der Wert zwischen 4,3 - 5,7.

Ferritin: Der Ferritin-Wert umfasst das Speichereisen. Bei Frauen liegt der Normalwert bei 10 - 120 μg/l. Bei Männern bewegt sich der Ferritin-Wert zwischen 20 - 250 μg/l.

Transferrin: Der Transferrin-Wert wird bei Eisenmangel ergänzend zu den anderen Blutwerten herangezogen, denn alleinstehend ist seine Aussagekraft nicht groß genug. Normal sollte der Transferrin-Wert bei einem erwachsenen Menschen zwischen 200 - 360 mg/dl liegen. Aus dem Transferrin-Spiegel wird die Transferrinsättigung im Blut gemessen.

Was sind die Folgen eines Eisenmangels?

Bleibt ein Eisenmangel lange unentdeckt und damit unbehandelt, entwickelt sich daraus eine Eisenmangelanämie. Sämtliche Zellen sind so auf Dauer mit roten Blutkörperchen und Sauerstoff unterversorgt, was gravierende Folgeschäden nach sich ziehen kann.

Herzmuskelschwäche

Über das Blut wird Sauerstoff im Körper transportiert. Liegt eine Blutarmut vor, gelangt nicht mehr ausreichend Sauerstoff zu allen Zellen und Organen. Das Herz versucht mit einer höheren Pumpleistung mehr Blut und damit mehr Sauerstoff zu den Organen zu transportieren und das Herz klopft schneller und stärker. Insbesondere bei körperlicher Anstrengung kann das im schlimmsten Fall zu einer schweren Atemnot führen. Wird dieser Zustand nicht behoben, resultiert daraus eine Herzmuskelschwäche.

Pica-Krankheit

Die Pica-Krankheit ist eine eher wenig bekannte Folge von Eisenmangel. Bei der Pica-Krankheit handelt es sich um eine spezielle Form der Essstörung. Betroffene haben das Bedürfnis, Dinge zu verspeisen, die eigentlich nicht für den Verzehr geeignet sind und damit von anderen auch als ekelig und abstoßend empfunden werden wie z.B. Kreide, Erde, Asche, Sand, Eiswürfel oder Pflanzenteile.
Normalerweise tritt die Pica-Krankheit eher bei Menschen mit einer geistigen Einschränkung auf. Doch ein Eisenmangel kann bei geistig gesunden Menschen dazu führen, dass ungewöhnliche Dinge gegessen werden. Besonders betroffen sind Schwangere, da bei ihnen der Eisenbedarf deutlich höher ist und ein Mangel damit schneller eintritt. Je nachdem welche Dnínge verspeist werden, kann das gesundheitliche Schäden nach sich ziehen.

Plummer-Vinson-Syndrom

Das Plummer-Vinson-Syndrom umfasst drei Symptombilder, die zu einem Symptomkomplex zusammengefasst werden. Zu den Symptomen zählen die Eisenmangelanämie, Dysphagie (Schluckstörung) und Atrophie der Ösophagus-Schleimhaut (Gewebeschwund in der Speiseröhre). Das Krankheitsbild ist extrem selten und betroffen sind meist Frauen mittleren Alters.

Eisenmangel behandeln

Wurde ein Eisenmangel von einem Arzt diagnostiziert, lässt sich dieser - je nach Stadium - relativ schnell wieder beheben. Ohne Diagnose sollte ein vermeintlicher Eisenmangel nicht therapiert werden.
Ziel ist in erster Linie den Eisenmangel zu beheben. Begleitend können natürlich auch die auftretenden Symptome mit verschiedenen Mittel gelindert werden, bis die Eisenspeicher wieder aufgefüllt sind.

Eisenmangel behandeln über die Ernährung

Je nach Schwere des Eisenmangels lässt sich dieser bereits durch eine Ernährungsumstellung ausgleichen. Ein Erwachsener sollte täglich 10-15 mg Eisen über die Nahrung aufnehmen, um den täglichen Bedarf zu decken. Das ist auch die beste Vorsorge.
Im Vordergrund stehen dabei eisenhaltige Lebensmittel. Dabei kann der Körper das Eisen aus tierischen Quellen deutlich besser verwerten als aus pflanzlichen Quellen. Um die Eisenaufnahme aus pflanzlichen Lebensmittel zu verbessern, sollten zusätzlich Lebensmittel mit Vitamin C verzehrt werden. Wertvolle Eisenlieferanten sind:

- rotes Fleisch und Leber
- Weizenkleie und Haferflocken
- Hering und Garnelen
- Sojabohnen,Vollreis und Buchweizen
- Kürbiskerne, Pinienkerne, Mandeln
- Eier

Eisenmangel behandeln mit Nahrungsergänzungsmitteln

Kann der Eisenbedarf über die Ernährung allein nicht gedeckt werden, eignen sich Eisenpräparate zur Behandlung von Eisenmangel. Diese gibt es frei verkäuflich in Drogerien und in der Apotheke. Eisenpräparate immer sollten erst nach Absprache mit einem Arzt und niemals ohne diagnostizierten Eisenmangel eingenommen werden, denn eine Überdosierung kann zu Organschäden führen. 

Das Eisen kann dem Körper in Form von Tabletten oder Säften zugeführt werden. Wichtig ist es, mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten abzuklären wie z.B. L-Thyroxin. Eisentabletten sollten möglichst morgens auf nüchternen Magen eingenommen werden, denn feste Nahrung behindert die Aufnahme von Eisen aus dem Darm.

Infusionen

Infusionen sind der letzte Schritt, um einen Eisenmangel zu behandeln. Diese Therapieform wird in Erwägung gezogen, wenn sich die Blutwerte trotz eisenhaltiger Ernährung und Nahrungsergänzung nicht verbessern und eine Anämie droht oder bereits eingetreten ist. Auch bei starken Nebenwirkungen, die durch die Präparate ausgelöst werden, sowie Unverträglichkeiten können Infusionen mit Eisen eingesetzt werden, um den Eisenspiegel anzuheben.  Das Eisen gelangt dabei ohne Umwege in voller Dosis direkt in die Blutbahn.

Eisenmangel: Ab wann sollte man zum Arzt?

Wenn der Verdacht auf einen Eisenmangel besteht, sollte der Besuch beim Arzt nicht lange aufgeschoben werden. Insbesondere wenn typische Symptome wie Augenringe, Müdigkeit und Blässe bereits über längere Zeit bestehen und keine Verbesserung eintritt, ist der Gang zum Arzt unvermeidbar. Nur er kann die Blutwerte untersuchen und Gewissheit darüber geben, ob und aus welchem Grund ein Mangel an Eisen vorliegt.

Wird ein Eisenmangel diagnostiziert, kann mit dem Arzt das weitere Vorgehen zur Behandlung abgestimmt und die Entwicklung der Blutwerte in regelmäßigen Abständen überprüft werden. Wer bei Verdacht auf Eisenmangel eine Untersuchung hinauszögert, riskiert eine Anämie zu entwickeln.

Eisenmangel behandeln: Weitere hilfreiche Tipps für ein besseres Wohlbefinden

Ein Eisenmangel ist immer behandlungsbedürftig und die Strategie richtet sich nach Schwere des Mangels. Parallel zur Eisenaufnahme kann der Körper mit verschiedenen Maßnahmen und Mitteln unterstützt werden. Neben kosmetischen Helfern wie der Jasminsalbe gegen Augenringe und pflegenden Haarkuren, können schon einfache Tipps für ein besseres Wohlbefinden trotz Eisenmangel sorgen.

Vitamin C, Milchsäure, Apfelsäure

Vegetarier und Veganer zählen zu den Risikogruppen und sollten ihre Eisenwerte daher besonders gut im Auge behalten. Die am besten verfügbare Eisenquelle ist zwar rotes Fleisch, doch das heißt nicht, dass ethisch-moralische Prinzipien oder der eigene Geschmack über Bord geworfen werden müssen. Eisen kommt auch in zahlreichen pflanzlichen Produkten vor. Um die Eisenaufnahme daraus zu verbessern, empfiehlt es sich, reichlich Vitamin C, Milchsäure und Apfelsäure aufzunehmen. 

Vitamin C und organische Säuren erhöhen die Verfügbarkeit von Eisen für den Körper. Diese Säuren sind vor allem in Gemüse und Obst sowie in Milchprodukten, Tomatensaft und Sauerkraut enthalten.

Lucky Iron Fish (Eisenfisch)

Der Lucky Iron Fish ist ein kleiner Fisch aus Eisen, der beim Kochen direkt mit in den Topf oder die Pfanne gegeben wird. Während der Zubereitung löst sich das Eisen aus dem Fisch und gelangt in das Essen. Auf diese Weise wird die Nahrung mit Eisen angereichert und die Eisenzufuhr erhöht. Diesen Fisch gibt es direkt von der Marke Lucky Iron Fish oder in Blattform auch als Lucky Iron Leaf.
Einen ähnlichen Effekt hat die Zubereitung von Speisen in gusseisernen Pfannen oder Töpfen.

Haut- und Haarpflege

Bei einem Eisenmangel verändert sich häufig das äußere Erscheinungsbild. Die Müdigkeit steht einem wie ins Gesicht geschrieben. Besonders auffällig ist dabei eine blasse Haut und dunkle Augenringe. Auch das Haar wird häufig dünn und spröde.

Erste Hilfe bei einer fahlen und trockenen Haut sind feuchtigkeitsspendende Cremes. Sie pflegen die Haut und bauen sie wieder auf, sodass sie ihren rosigen Teint wieder zurückbekommt. Um gegen das Eisenmangel Symptom Augenringe vorzugehen, eignen sich aufhellende Augencremes. Besonders sanft zur Haut sind dabei Produkte mit natürlichen Wirkstoffen wie die Jasminsalbe. Das Extrakt aus der Jasminblüte sorgt in der Jasminsalbe dafür, dass die Haut ihre Spannkraft zurückerhält und aufgepolstert erscheint. Auch Cremes mit Hyaluronsäure und Koffein bieten sich für die Behandlung von Augenringen an.

Für das Haar empfehlen sich aufbauende Haarkuren mit Keratin. Zusätzlich kann man mit Kopfmassagen die Durchblutung anregen, um die Haarwurzeln besser mit Nährstoffen zu versorgen. Bei trockenen Spitzen eignen sich Haaröle, die über Nacht einwirken und dem Haar wieder zu Geschmeidigkeit und Glanz von außen verhelfen.