Der ADFC Stuttgart wirft der Stadt vor, Radfahrer bei der Baustellenplanung zu vernachlässigen. Jetzt äußert sich die Stadt zur Kritik.
Die Stadt Stuttgart sieht keine systematische Benachteiligung des Radverkehrs bei Baustellen im Stadtgebiet. Die Stadtverwaltung reagiert damit auf Vorwürfe des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) in Stuttgart. Zuvor hatte sich Daniel Gräsel, der stellvertretende Vorsitzende des Stuttgarter ADFC, in einem offenen Brief an den OB Frank Nopper gewandt. Darin warf er der Stadt vor, Radfahrer und Fußgänger zu vernachlässigen, wenn es darum geht, dass Verkehrsbaustellen und Umleitungen kommuniziert werden. Ein aktuelles Beispiel sei die Situation am Oberen Kirchhaldenweg in Botnang, dieser ist noch bis Ende Juni aufgrund von Leitungsarbeiten gesperrt.
In ihrer Reaktion nun bestätigt die Stadt, dass neben der weitläufigen Umleitung des Kfz-Verkehrs keine kürzere Umfahrung für Radfahrer ausgeschildert sei. Das sei allerdings auch nicht möglich, da dort keine alternativen Straßen durch den Wald führten.
Radfahrer könnten zwar jederzeit Waldwege nutzen, diese seien jedoch unbeleuchtet und unbefestigt, weshalb die Stadt dort keine Gewähr für eine sichere Fahrt übernehmen könne. Diese Sichtweise habe die Verwaltung bereits in einer Sitzung des Beirats Mobilität erläutert, so das Statement der Stadt Stuttgart.