Der ehemalige Profi-Kicker Rúrik Gíslason beim Wiener Walzer. Foto: dpa/Rolf Vennenbernd

Rúrik Gíslason macht vielleicht Sachen: als ehemaliger Fußballprofi zeigt der Schönling in der RTL-Show „Let’s dance“, dass Ex-Kicker die besseren Tänzer sind. Eine Stilkritik.

Stuttgart - Fußballer sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Früher grätschte sich der hüftsteife Vokuhila-Träger von der Kreis- in die Zweite Liga, um nach einem doppelten Kreuzbandriss die Karriere an den Nagel zu hängen und humpelnd in einer Trinkhalle im Ruhrpott den guten, alten Stadionzeiten nachzutrauern. Heute sieht ein Ex-Profi schön wie ein nordischer Gott aus und tanzt sich Woche für Woche in die Herzensstrafräume unzähliger RTL-Zuschauerinnen.

Schwärmende Jurorin

Rúrik Gíslason spielte mal für die isländische Nationalmannschaft und dann auch für den SV Sandhausen – und das eher mittelmäßig. Doch das war offenbar nur das Aufwärmtraining für seine wahre Karriere – als tanzender Thor, halb Ricky Martin, halb David Beckham. „Wenn du Gas gibst, kannst du der beste Tänzer werden, den wir bei ‚Let’s Dance‘ je hatten“, schwärmt Jurorin Motsi Mabuse. „Ich liebe es, dass du als Mann es schaffst, deine Emotionen freizugeben. Du verstehst deinen Körper.“ Hätte der 33-Jährige so viel Rhythmusgefühl beim Ausspielen seiner Gegner bewiesen – er wäre Weltmeister geworden! Nun aber zeigt Rúrik Gíslason, wie leicht das Schwere aussehen kann. Und dass man in weit ausgeschnittenen Hemden, engen Hosen und auf erhöhten Absätzen ganz ohne Nachtreten selbst den härtesten Fußballfan zum Hyperventilieren bringt.

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