Die Klimaaktivisten klebten sich selbst mit Sekundenkleber und Bauschaum fest. Foto: dpa/Christian Charisius

Klimaaktivisten blockieren in Hamburg die Köhlbrandbrücke, sie fordern die Zusage eines Lebensmittelrettungsgesetzes. Die Politik hat für den gefährlichen Protest kein Verständnis.

Hamburg - Wegen einer Demonstration mehrerer Klimaaktivisten ist die Hamburger Köhlbrandbrücke am Montagmorgen gesperrt worden. Die Polizei bat alle Verkehrsteilnehmer auf Twitter, die Brücke über einen Arm der Süderelbe zu umfahren. Die kleine Gruppe „Aufstand der letzten Generation“ will sich eigenen Angaben zufolge mit ihren scharf kritisierten Aktionen gegen Lebensmittelverschwendung und für mehr Klimaschutz einsetzen. Sie fordert von der Bundesregierung ein Lebensmittelrettungsgesetz. Demonstranten hatten sich dabei auch mit Sekundenkleber und Bauschaum an der Straße festgeklebt.

Scharfe Kritik aus der Politik

Nach Blockaden auf Autobahnen hatte die Initiative am Sonntag eine Ausweitung ihrer Aktionen auf Häfen und Flughäfen angekündigt, falls es bis zum Abend keine konkrete Zusagen der Regierung zur Umsetzung eines Lebensmittelrettungsgesetzes geben sollte. Für ihr Vorgehen erntete die Gruppe scharfe Kritik nicht nur von Autofahrern, sondern auch aus der Politik, weil Verkehr und Menschen gefährdet werden könnten. Keine politische Forderung rechtfertige es, rechtsstaatliche Grenzen zu brechen, hieß es zudem. Die Polizei stellte Dutzende Strafanzeigen.