Die Künstler Elia Rediger (links) und Dorine Mokha Foto: oh - oh

„Herkules von Lubumbashi“ ist am Sonntag, 15. September, um 19 Uhr im Scala-Theater in Esslingen zu erleben. Das „Minen-Oratorium“ des Schweizer Komponisten Elia Rediger und des kongolesischen Tänzers Dorine Mokha ist ein Projekt des Esslinger Podium-Festivals und tourt weiter nach Basel und Berlin.

EsslingenEin Minenoratorium für elf Musiker und Musikerinnen aus Europa und aus dem Kongo ist „Herkules von Lubumbashi“. Der Schweizer Komponist und Musiker Elia Rediger hat mit dem kongolesischen Choreografen und Tänzer Dorine Mokha ein Kunstwerk auf die Bühne gebracht, in dem es um die Ausbeutung durch internationale Konzerne geht. Die Premiere ist am Sonntag, 15. September, um 19 Uhr in der Scala Esslingen.

Nach Motiven von Georg Friedrich Händel hat der Autor und Komponist Elia Rediger das Projekt für das Podium-Festival Esslingen realisiert. Da lotet der Künstler Schnittstellen zwischen Klassik, Pop und Tanz aus. Der Schweizer wurde 1985 im Kongo geboren, lebte mit seiner Familie viele Jahre in dem afrikanischen Land. In seiner Lyrik wie in seiner Musik lotet er Schnittstellen zwischen Kulturen aus.

In Lubumbashi, im Süden des Kongos, warten die Menschen seit langem auf Herkules, der ihnen ihre Reichtümer der Erde zurückgeben soll. Aber Herkules kommt nicht. Die goldenen Äpfel in den Gärten der afrikanischen Schwestern sind nur den Göttern zugänglich… Was könnte die Götter gerechter stimmen, wenn nicht heroische Musik und Tanz? – Frei nach „Hercules“ von Händel schaffen der kongolesische Choreograf und Tänzer Dorine Mokha und der Schweizer Komponist und Musiker Elia Rediger ein postdokumentarisches Oratorium für elf kongolesische und europäische Musiker, einen Tänzer und einen Sänger. In dem neuen Werk geht es um die zunehmende Nachfrage nach Kobalt, die Ausbeutung durch internationale Konzerne und die Zerstörung des Lebensraums der lokalen Bevölkerung. Die Künstler verarbeiten einen universalen Mythos. Hoffnung auf eine bessere Zukunft ist die Triebfeder des Projekts.

Am Sonntag, 15. September, ist „Herkules von Lubumbashi“ ab 19 Uhr in der Scala in Esslingen, Blumenstraße 15, zu erleben. Karten gibt es über Reservix oder unter www.podium-esslingen.de

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