Audi muss die Produktion bei einigen Modellen stoppen. Foto: Audi/Matthias Stark

Weil Halbleiter fehlen, stehen die Bänder bei Audi in Neckarsulm und Ingolstadt still.

Stuttgart - Nach VW und Daimler hat nun auch AudiKurzarbeit angekündigt, weil es bei einigen Modellen einen Engpass bei Halbleitern gibt. Die Montage der Audi-Modelle A4 und A5 werde in Neckarsulm vom 18. Januar und in Ingolstadt vom 21. Januar voraussichtlich bis zum 29. Januar stillstehen, teilte der Autobauer am Donnerstag mit.

Bei Daimler ruht die Produktion in Rastatt

Wie es danach weitergeht, ist noch offen. „Die Beurteilung der wirtschaftlichen Lage über diesen Zeitraum hinaus bleibt sehr komplex“, heißt es in einem Schreiben an die Mitarbeiter. Audi beobachte die Lage an beiden Standorten weiterhin sehr genau und arbeite dabei eng mit dem Betriebsrat zusammen. Zudem würden fortlaufend Gegenmaßnahmen und Alternativen geprüft, um die Auswirkungen des Lieferengpasses zu begrenzen – auch in enger Abstimmung mit den Zulieferern. In Neckarsulm sind nach Angaben eines Sprechers 800 und in Ingolstadt 9300 Beschäftigte von der Kurzarbeit betroffen.

Daimler hat angekündigt, dass die Produktion in Rastatt ab Freitag ruht, bei VW betrifft die Kurzarbeit mehrere Modelle in Wolfsburg sowie in Emden.

Porsche hat keine Probleme

Die VW-Tochter Porsche ist dagegen vom Engpass bei Halbleitern nicht betroffen. Die Produktion sei nicht beeinträchtigt, teilte ein Sprecher mit. Auch bei BMW zeichnet sich keine Kurzarbeit ab. Die Versorgung mit elektronischen Bauteilen habe bisher zu keinen Produktionsunterbrechungen geführt. „Unser Ziel ist es, die Versorgung unserer Werke weiterhin sicherzustellen. Wir beobachten das Thema intensiv und sind hierzu in einem ständigen Austausch mit unseren Lieferanten“, teilte eine Sprecherin mit.

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