Guido Buchwald hilft beim Kultur-und-Kulinarik-Abend im Stadtpalais beim Servieren des Drei-Gänge-Menüs. Foto: Lichtgut

Mit Kultur und Kulinarik haben die VfB-Stiftung, die Staatstheater und das Stadtpalais Menschen einen besonderen Abend beschert, die sonst nicht im Mittelpunkt stehen.

Das Stadtpalais als Dreispartenhaus? Und nicht nur das! Das Stadtpalais zugleich als stilvolle Location für ein Drei-Gänge-Menü, serviert von VfB-Präsident Dietmar Allgaier und den VfB-„Legenden“ Guido Buchwald und Hansi Müller? Das ist in jeder Hinsicht ungewöhnlich. Auf Initiative von „Brustring der Herzen“, der rührigen Stiftung des VfB Stuttgart, unternahmen das Stuttgarter Intendanten-Kleeblatt Marc-Oliver Hendriks (Geschäftsführender Intendant der Württembergischen Staatstheater), Viktor Schoner (Oper), Tamas Detrich (Ballett) und Burkhard C. Kosminski (Schauspiel) zusammen mit VfB-Präsident Allgaier und dem Direktor des Stadtmuseums,Torben Giese, den Versuch, Menschen, die sonst nicht im Blickpunkt stehen, einen besonderen Abend zu bieten – mit allem, was dazugehört.

Das ist in diesem Fall: Ballett, Schauspiel, Oper, Junge Oper. Und das von allererster Güte. Ein Prädikat, das auch für das begleitende Menü von Küchenchef Golo Baumann vom Wizemann zutraf. Ergänzt um eine große Portion Empathie, die das Team der VfB-Stiftung und Ingmar Volkmann, Kommunikationschef der Staatstheater, beisteuerten.

Kulturprogramm auf zwei Bühnen im Stadtpalais Stuttgart

Geladen waren am Montagabend rund 100 überwiegend junge Gäste aus dem Umfeld der Vesperkirche, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des BHZ Stuttgart, der Arche , der Evangelischen Gesellschaft, der Schwäbischen Tafel und des Vereins Lina, der sich im und außerhalb des Robert-Bosch-Krankenhauses um junge Menschen mit lebensbedrohlichen Krankheiten kümmert. Dazu Betreuer und Angehörige. Für sie alle galt an diesem Abend das Motto, das das BHZ-Team auf seinen Shirts trug: „Mutig, Miteinander, Mittendrin“.

Aufmerksam und mit viel Freude verfolgten sie die Begrüßung von Torben Giese, Marc-Oiver Hendriks und Dietmar Allgaier. Vor allem aber die anschließenden künstlerischen Darbietungen auf zwei Bühnen im Stadtpalais – angefangen von dem anspruchsvollen Solo „In Cold Light“ von Ava Arbuckle, Gruppentänzerin des Stuttgarter Balletts und den Gesangseinlagen von Luiza Willert (Sopran), Laura Orueta (Mezzosopran) und Jaewoung Lee (Bass) von der Staatsoper bis zu Auszügen des Staatsschauspiels aus Shakespeares „Was ihr wollt“ und einer Rilke-Performance mit den Ensemblemitgliedern Katharina Hauter, Sylvia Schwinger und Matthias Leja. Ein großer Spaß.

Das Stadtpalais am Charlottenplatz wurde für einen Abend zum „Dreispartenhaus“. (Archivbild) Foto: imago/Arnulf Hettrich

Auch das VfB-Maskottchen Fritzle macht seine Aufwartung

Und als dann später noch Martin Mutschler und Keith Bernard Stonum von der Jungen Oper im Nord ihre Interpretation von Helene Fischers „Atemlos“ darboten, rundete sich für die Gäste das Ganze zu einem Erlebnis, das alle Sinne ansprach und bei dem sie sich rundum wertgeschätzt fühlten. Zumal auch Fritzle, das VfB-Maskottchen, im Stadtpalais mitmischte; zur Kultur und Kulinarik gesellte sich die Kultfigur hinzu. Ein schöner Dreiklang – oder mit den Worten von Steffen Lindenmaier, dem Geschäftsführer der VfB-Stiftung gesprochen: „Ein Abend, der die Herzen öffnete.“